E+Z - Entwicklung und Zusammenarbeit (Nr. 4, April 2002, S. 122
Nachhaltige Nutzung von Küstenzonen
Auch 10 Jahre nach Rio stellt sich die Frage: Wie können Küstenzonen nachhaltig bewirtschaftet werden? Antworten dazu stehen im Mittelpunkt der Konferenz, zu der verantwortliche Vertreter aus Politik und Wirtschaft und Forschung zusammenkommen. Neben dem Austausch von Best-practice-Erfahrungen geht es vor allem darum, die internationale Netzwerkbildung zu stärken und Qualifizierungsmodelle zu entwickeln. Das Zentrum für Marine Tropenökologie, der WorldWideFund for Nature und die Freie Hansestadt Bremen, sind die Kooperationspartner dieser Veranstaltung.
Rio plus 10 - A Business Perspective.
Welche Schritte haben Unternehmen bereits unternommen, um eine umweltgerechte und sozial verantwortliche Unternehmensführung zu verwirklichen? Wie lassen sich diese Erfahrungen auf andere Länder und Unternehmen übertragen? Rund 100 Vertreter aus Unternehmen und Unternehmensverbänden aus aller Welt haben die Chance, ihre Lösungsansätze zu diskutieren und neue Kooperationen zu verabreden. Das Wirtschaftsforum wird gemeinsam mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) veranstaltet und ist ein Side-Event des UN-Gipfels.
Umweltmanagement und Internet.
Das Internet bietet auch im Bereich Umweltmanagement große Möglichkeiten. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen können von Weiterbildungsangeboten und internationalen Netzwerken profitieren. In der Konferenz tauschen Experten aus aller Welt ihre Erfahrungen aus und informieren sich über neue internetgestützte Programmansätze im betrieblichen Umweltschutz. Partnerorganisationen für die Konferenz sind das Deutsche Kompetenzzentrum für Nachhaltiges Wirtschaften und UNEP.
Management von Öko-Design-Produkten.
Schon die Produktplanung legt den Grundstock dafür, ob ein Produkt ökologisch hergestellt wird. Produktdesigner aus aller Welt haben im Rahmen des Seminars die Möglichkeit, sich über neueste Entwicklungen im Öko-Design zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und Kooperationen über Länder- und Kontinentgrenzen hinweg zu etablieren. Das Seminar wird gemeinsam mit UNEP veranstaltet.
Öffentliche-Private Partnerschaft im Wassermanagement.
In kaum einem Sektor gibt es mehr Erfahrungen mit öffentlich-privater Partnerschaft als in der Wasserwirtschaft - eines der Schwerpunktthemen in Johannesburg. Gleichzeitig ist gerade in diesem Feld die Diskussion um die regulierende Rolle von Stadtverwaltungen und die Beachtung von sozialen und ökologischen Faktoren sehr intensiv. In dem Seminar sollen die Erfolgsfaktoren für gelungene Privatisierungen identifiziert werden, um daraus Strategien für die Regulierung der Wasserwirtschaft im Nahen und Mittleren Osten abzuleiten. Dieses Seminar veranstaltet die Carl Duisberg Gesellschaft in Kooperation mit dem Third World Center for Water Management, Mexiko, dem marokkanischen Amt für Trinkwasserversorgung, dem Centrum für Wasserressourcen in Kairo und dem Zentrum für Wasser und Umwelt der Universität Sanaa, Jemen.
Kommunale Zusammenarbeit für globale Zukunftssicherung.
Viele Städte betrachten die Lokale Agenda 21 zunächst auf ihre Stadt beschränkt. Gerade durch einen Austausch auf internationaler Ebene können jedoch vielfältige neue Impulse dem Prozeß eine neue Qualität und Dynamik verleihen. Wie die internationale Vernetzung dauerhaft sichergestellt werden kann, steht im Mittelpunkt dieser Konferenz, an der rund 300 Multiplikatoren aus Stadtverwaltungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen teilnehmen. I.C.L.E.I., Towns and Development, Sustainable Cities Network und die Landesarbeitsgemeinschaft Dritte Welt/NRW beteiligen sich an dieser Veranstaltung.
Von Johannesburg nach Berlin - Der Weltgipfel und
Ein wichtiger Ort zur Umsetzung der Agenda 21 sind die Kommunen. Die Stadt Berlin hat mit ihren Partnerstädten bereits mit der Entwicklung gemeinsamer Nachhaltigkeitsstrategien begonnen. Vertreter aus Berlin und seinen zahlreichen Partnerstädten wollen die Ergebnisse des Weltgipfels im Hinblick darauf diskutieren, wie sie in den jeweiligen Städten umgesetzt werden können und welche Schritte die Kommunen gemeinsam unternehmen können. Die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie sowie die Senatskanzlei des Landes Berlin unterstützen diese Konferenz.
E+Z Entwicklung und Zusammenarbeit, herausgegeben von der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung (DSE) Redaktionsanschrift: E+Z Entwicklung und Zusammenarbeit, Postfach, D-60268 Frankfurt
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