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Neues von InWent
Ehemalige Stipendiaten werden in Konfliktbearbeitung fortgebildet
Lernende Region Köln/Bonn
Startschuss für die InWEnt GmbH
Was wurde aus DSE und CDG?

01/2003 |
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Ehemalige Stipendiaten werden in Konfliktbearbeitung fortgebildet
Von Rhan Gunderlach
Führungskräfte aus Partnerländern, die in Deutschland fortgebildet werden, sollen nicht nur zu guten Managern qualifiziert werden. Sie sollen auch innerhalb ihrer Gesellschaft eine soziale Rolle übernehmen und zu Friedenslösungen beitragen können. Das sagte InWEnt-Geschäftsführer Bernd Schleich auf einem internationalen Symposium mit dem Titel Stärkung der Zivilgesellschaft in Krisenregionen vom 19. bis 21. November in Berlin. Über hundert Teilnehmer aus Afrika, Asien und Lateinamerika diskutierten auf Einladung von InWEnt und Deutschem Entwicklungsdienst (ded) über die Möglichkeiten von Fach- und Führungskräften sowie der Zivilgesellschaft, zur Bewältigung von Konflikten beizutragen.
InWEnt entwickelt derzeit Programme, die Fach- und Führungskräfte, die in Deutschland fortgebildet wurden, zu Mediatoren qualifizieren und in die Lage versetzen sollen, Konflikte bereits im Vorfeld von gewaltträchtigen Auseinandersetzungen zu schlichten. Darüber hinaus sollen in Kooperation mit dem ded Mitarbeiter einheimischer Partnerorganisationen aus der Zivilgesellschaft in Konfliktmanagement und Mediation fortgebildet werden. BMZ-Abteilungsleiterin Ursula Schäfer-Preuss bekräftigte den hohen Stellenwert des Themas Zivile Konfliktbearbeitung für die Entwicklungszusammenarbeit. Das BMZ wolle die Mittel dafür in den kommenden Jahren bis auf 50 Millionen Euro jährlich erhöhen.
In den Arbeitsgruppen des Symposiums wurde unter anderem darüber diskutiert, wie religiöse Kräfte in Konfliktländern für Konfliktprävention und Krisenmanagement genutzt werden können. Auch die Beziehung zwischen Staat und Zivilgesellschaft war Thema. Widerspruch erregte die These, Nichtregierungsorganisationen sollten nicht nur Druck auf Regierungen ausüben, sondern sich kooperativ zeigen gegenüber dem Staat. Wenn nicht die Zivilgesellschaft, so die Erwiderung, wer dann sollte dem Alleinvertretungsanspruch des Staates entgegentreten?
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