Beiträge aus der Rubrik
Monitor


Hongkong: Am Scheitern knapp vorbei

Kompromiss im Haushalts- und Reformstreit

Gestärktes Individuum, geschwächter Staat

Weniger Landminenopfer

NROs: Irak verkauft
seine Ölreserven


Gesundheitsdienste:
An den Armen vorbei


Mehr HIV-Infizierte

Hilfsorganisationen bilanzieren
französische Entwicklungspolitik


Halbierung in weiter Ferne


01/2006
 

Weniger Landminenopfer

Die Zahl der weltweit registrierten Landminenopfer ist 2004 das sechste Jahr in Folge zurückgegangen. Das berichtet die Internationale Kampagne zum Verbot von Landminen in ihrem diesjährigen Landmine Monitor Report. Demnach wurden im Jahr 2004 offiziell 6521 Personen in 58 Ländern durch Minen getötet oder verstümmelt. Im Jahr davor waren es noch 8065 Personen in 66 Ländern gewesen. Allerdings geht die Kampagne von einer sehr hohen Dunkelziffer aus und schätzt die tatsächliche Opferzahl auf bis zu 20 000. Nicht reguläre Truppen, sondern nichtstaatliche bewaffnete Gruppen verlegen heute die meisten Landminen, stellt der Bericht fest, vor allem in Kolumbien, Burma und Nepal. Laut Landminenkampagne waren Burma, Nepal und Russland die einzigen Länder, deren Regierungen im vergangen Jahr Minen verlegen ließen. Die Zahl der Länder, die Antipersonenminen herstellen oder sich das Recht darauf vorbehalten, sei in wenigen Jahren von über 50 auf nur noch 13 gesunken; der registrierte Handel mit diesen Waffen sei praktisch zum Erliegen gekommen. Im vergangenen Jahr seien weltweit 135 Quadratkilometer von Minen gesäubert worden, mehr als 200 000 Quadratkilometer seien noch verseucht. (ell)



Im Internet:
Kampagne gegen Landminen:
http://www.icbl.org