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Mehr HIV-Infizierte

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Halbierung in weiter Ferne


01/2006
 

Mehr HIV-Infizierte

Die Zahl der HIV-infizierten Menschen ist in den vergangenen zwei Jahren weltweit um 2,8 Millionen auf den neuen Höchststand von 40,3 Millionen gestiegen. Damit hat sich die Zahl der Menschen, die mit HIV leben, innerhalb der letzten zehn Jahre mehr als verdoppelt. Das geht aus dem jährlichen AIDS Epidemic Update hervor, den die Weltgesundheitsorganisation und UNAIDS Ende November vorstellten. Danach starben 2005 mehr als drei Millionen Menschen an der Immunschwächekrankheit, fast fünf Millionen infizierten sich neu. Die meisten Neuinfektionen gab es in Afrika südlich der Sahara, wo mehr als die Hälfte der HIV-Infizierten weltweit lebt. Größte Sorge bereitet den Gesundheitsfachleuten die Situation in Osteuropa und Zentralasien sowie in Ostasien: Dort stieg die Zahl der Infizierten im vergangenen Jahr drastisch um 20 beziehungsweise 19 Prozent. Dagegen verzeichnen die UN-Organisationen in einigen afrikanischen Ländern wie Kenia und Simbabwe und in der Karibik Erfolge. Dort sei die Ausbreitung der Seuche gestoppt worden, teilweise gingen die Infektionsraten zurück, meldet der Bericht. Den größten Erfolg verspricht nach UN-Angaben eine Politik, die Prävention und Behandlung eng miteinander verknüpft: Dort, wo AIDS-Patienten Zugang zu Medikamenten haben, sei die Bereitschaft größer, sich testen zu lassen und über die Krankheit zu sprechen. Solche Offenheit sei Voraussetzung für effektive Prävention. (ell)




Im Internet:
http://www.unaids.org