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 02/2007
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Beschneidung von Männern verringert AIDS-Risiko
Die Beschneidung von Männern verringert das Risiko einer HIV-Infektion erheblich. Zu diesem Ergebnis kommt das US-amerikanische National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) in einer Untersuchung an knapp 8000 Männern in Kenia und Uganda. Das Institut brach den Versuch im Dezember vorzeitig ab, nachdem Zwischenergebnisse gezeigt hatten, dass die Ansteckungsrate unter den beschnittenen Testpersonen nur halb so groß war wie bei unbeschnittenen Männern. NIAID und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärten, die Ergebnisse aus Kenia und Uganda zeigten, dass die Beschneidung von Männern die Zahl der AIDS-Infektionen in Afrika und Asien deutlich reduzieren könnte. Forscher der Johns Hopkins University testen derzeit in Uganda, ob die Beschneidung HIV-infizierter Männer umgekehrt auch das Ansteckungsrisiko für weibliche Geschlechtspartner reduziert.
WHO und NIAID warnen aber davor, Beschneidung als Alternative zu anderen vorbeugenden Maßnahmen wie den Gebrauch von Kondomen oder den Verzicht auf häufige Wechsel der Geschlechtspartner zu sehen. Solche Nachlässigkeit könnte den risikomindernden Effekt wieder reduzieren, sagte NIAID-Direktor Anthony Fauci. Laut BBC will die ugandische Regierung deshalb die Studie genau prüfen, bevor sie eine offizielle Stellungnahme zur Beschneidung von Männern abgibt. Die WHO rechnet damit, dass die NIAID-Ergebnisse in einer Reihe von Ländern zu einer erhöhten Nachfrage nach Beschneidungen führen, die die Kapazitäten der Gesundheitseinrichtungen übersteigen könnte.
Die Untersuchung in Kenia und Uganda bestätigt frühere Forschungsergebnisse aus Südafrika und Indien. Laut Medizinern reduziert die Beschneidung das AIDS-Risiko deshalb, weil die Vorhaut Zellen enthalte, die besonders anfällig für eine HIV-Infektion seien. (ell)
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