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02/2007
 

2006 wurden 81 Journalisten getötet

Im vergangenen Jahr wurden weltweit 81 Journalisten und Journalistinnen in Ausübung ihres Berufs getötet. Laut der Organisation Reporter ohne Grenzen ist das der höchste Stand seit 1994, als insgesamt 103 Reporter getötet worden waren. Die meisten Opfer gab es das vierte Jahr in Folge im Irak. 2006 wurden dort 39 Journalisten und 25 Medienmitarbeiter getötet, 90 Prozent davon waren Einheimische. Laut Reporter ohne Grenzen sind damit seit Kriegsbeginn vor vier Jahren im Irak mehr Medienleute getötet worden als während des gesamten Vietnamkriegs. Gefährlich war es im vergangenen Jahr außerdem in Mexiko, wo neun Journalisten getötet wurden, sowie auf den Philippinen (sechs Tote) und in Russland (drei Tote). Reporter ohne Grenzen zählte 2006 weltweit 1400 Angriffe auf und Bedrohungen von Journalisten – so viel wie nie zuvor. Für das in Wien ansässige International Press Institute (IPI) spiegeln diese Zahlen neue Regeln für die Berichterstattung aus Krisenregionen: Früher hätten Journalisten den Status neutraler Beobachter gehabt, heute würden sie von Kriegsparteien häufig einer Seite zugeordnet. (ell)