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02/2007
 

Blutdiamanten weiterhin im Handel

Trotz eines internationalen Embargos werden aus der krisengeschüttelten Côte d’Ivoire weiterhin Diamanten geschmuggelt und über Mali und Ghana in den Handel gebracht. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer UN-Bericht. Danach stammen die Edelsteine aus dem von Rebellen kontrollierten Norden des Landes. Von dort bringen malische Schmuggler sie außer Landes, heißt es in dem Bericht. Die Côte d’Ivoire ist ebenso wie Ghana Mitglied des so genannten Kimberley-Prozesses zur Kontrolle des Handels mit „Blutdiamanten“. Um drohende Sanktionen abzuwenden, will die ghanaische Regierung den Diamanten-Handel künftig stärker überwachen. Im Februar werden die Bemühungen von einem UN-Team geprüft. Gegen Mali besteht keine Handhabe, da es nicht zum Kimberley-Prozess gehört.

Unterdessen verlängerte der UN-Sicherheitsrat das Embargo gegen Diamanten aus Liberia um ein halbes Jahr. Zur Begründung heißt es, zwar bemühe sich die Regierung von Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, den Handel zu kontrollieren, aber es bestünden weiterhin Probleme. Das Embargo gegen liberianisches Tropenholz hatte der Sicherheitsrat vergangenen Juni aufgehoben. (ell)