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03/2003 |
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Ratingagenturen
Ratingagenturen wie Standard & Poors oder Moodys, die die Kreditwürdigkeit von Unternehmen und Staaten bewerten, sind in der Vergangenheit immer wieder kritisiert worden. Prozyklisches Verhalten bei der Länderbewertung, das beispielsweise die Asienkrise 1997 verschärft habe, bescheinigten ihnen sowohl die Vereinten Nationen als auch die Weltbank. Jetzt hat die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC die Agenturen ins Visier genommen. Auch bei den spektakulären Firmenpleiten der letzten Jahre hätten sie versagt, lautet der Vorwurf. Den Energiehändler Enron beispielsweise hatten die Agenturen noch vier Tage vor dem Konkurs als verlässlichen Schuldner eingestuft. Die SEC will prüfen, inwieweit Interessenkonflikte zu solchen Fehlurteilen beigetragen haben. Denn die Agenturen werden von den Unternehmen bezahlt, deren Bonität sie prüfen. (ell)
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