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03/2003
 

Korruptionsbericht von Transparency International

Der Zugang des Bürgers zu Informationen von Regierung und Verwaltung ist das Thema des zweiten Berichts von Transparency International (TI) über Korruption weltweit, der am 22. Januar der Öffentlichkeit vorgestellt wurde (Global Corruption Report 2003). „Der Durchschnittsbürger braucht in jeder Lebensphase Zugang zu Regierungsinformationen, um seine Rechte ausüben zu können“, schreibt Jeremy Pope, Direktor des TI-Forschungszentrums. Ohne diesen Zugang sei er leichte Beute für Korruption und Missbrauch.


Der Bericht zieht insgesamt eine positive Bilanz: Weltweit wachse der Druck auf Regierungen, den Zugang zu Informationen über Regierungs- und Verwaltungshandeln zu verbessern und insbesondere die Vergabe öffentlicher Aufträge transparent zu gestalten. Es gebe immer weniger Schlupflöcher für Korruption, heißt es in der Einleitung des Berichts. Doch reiche ein verbesserter Zugang zu Informationen allein nicht aus; auch in Zukunft sei der Mut Einzelner gefragt, um Korruption aufzudecken. Eine viel versprechende Entwicklung sei, dass nach dem Enron-Skandal immer mehr Firmen stärker auf Unregelmäßigkeiten achten; zudem setzte sich die Einsicht durch, dass die Bekämpfung von Korruption auch ökonomisch sinnvoll sei.

Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul betonte anlässlich der Vorstellung des Berichts, dass Korruptionsbekämpfung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit eine wichtige Rolle spiele. Über bilaterale Regelungen hinaus seien internationale Vereinbarungen unerlässlich. Deshalb begrüße die Bundesregierung die Verhandlungen über eine UN-Konvention zur Bekämpfung der Korruption. Nach eigenen Angaben unterstützt das BMZ Transparency International in den Jahren 2001 bis 2004 bei der Erstellung der Korruptionsberichte mit insgesamt 400 000 Euro. (uke)



Netressourcen:

Korruption weltweit: www.globalcorruptionreport.org