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Ein Drittel der neuen InWEnt-Projekte sind PPP-Maßnahmen


03/2003
 

Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft

Ein Drittel der neuen InWEnt-Projekte sind PPP-Maßnahmen

Um fast 150 Prozent gegenüber dem Jahr 2001 auf insgesamt 22 Projekte konnte InWEnt im Jahr 2002 die Zahl der PPP-Neumaßnahmen (Public-Private Partnership) steigern. Zum einen ist die Steigerung darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2001 mehrere in der Planung befindliche Vorhaben auf das Jahr 2002 verschoben werden mussten. Diese Maßnahmen konnten überwiegend realisiert werden. Zum anderen wurden zahlreiche neue PPP-Vorhaben akquiriert; auch bei einem guten Teil dieser Vorhaben konnte in 2002 mit der Umsetzung begonnen werden.


Aufgegliedert nach den beiden Vorläuferorganisationen von InWEnt ergibt sich folgendes Bild: Der Anteil von PPP-Vorhaben am Neugeschäft der ehemaligen Carl Duisburg Gesellschaft (CDG) stieg erheblich auf etwa 28 Prozent und lag damit deutlich über der Zielvorgabe von 15 Prozent. Die ehemalige DSE war vom BMZ nicht systematisch in PPP-Aktivitäten einbezogen worden, dennoch wurden auch in der DSE bereits einzelne Maßnahmen als Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft durchgeführt. Vergleiche kommender PPP-Bilanzen von InWEnt mit den Vorjahren werden sich jedoch immer auf die PPP-Aktivitäten der ehemaligen CDG beziehen.

Die aus der Wirtschaft akquirierten PPP-Mittel stiegen in 2002 auf etwa 2,3 Millionen Euro und konnten somit gegenüber dem Vorjahr verzehnfacht werden. Gemeinsam mit dem öffentlichen Beitrag beliefen sich die Mittel für PPP-Maßnahmen im Jahr 2002 auf mehr als 4,8 Mio. Euro. Wie bereits in den Vorjahren trugen sektoral die Bereiche Transport und Logistik sowie Umwelttechnologien einen erheblichen Anteil bei. Aber auch in den bisher weniger starken Bereichen wie der Wirtschaftsförderung, insbesondere der Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen, sind überproportionale Zuwächse zu verzeichnen. In regionaler Hinsicht bleibt Asien wichtig – insbesondere wegen des wachsenden Geschäfts mit China –, gefolgt von Lateinamerika und dem südlichen Afrika. Erstmals konnte auch eine PPP-Maßnahme in Kleinasien (Usbekistan) realisiert werden.

Auch außerhalb des eng definierten Rahmens von PPP-Vorhaben wurde im vergangenen Jahr mit der Wirtschaft zusammen gearbeitet:
  • für die Ausbildung stellen deutsche Unternehmen unentgeltlich Praktikumsplätze auf hohem Qualifikationsniveau zur Verfügung;
  • zahlreiche Projekte in InWEnt-Schwerpunktländern werden gemeinsam mit Partnern aus der lokalen Wirtschaft durchgeführt;
  • die Wirtschaft wird als Fachpartner in Planung, Durchführung und Auswertung von InWEnt-Programmen einbezogen.
Begrenzt wurde eine noch stärkere Ausweitung der PPP-Vorhaben im vergangenen Jahr vor allem durch die unzureichenden Finanzressourcen im aktuellen Haushaltsjahr sowie Unsicherheiten über die zu erwartende Haushaltssituation in den nächsten Jahren. InWEnt hat mittlerweile begonnen, mit Hilfe eines Organisationsentwicklungsprojekts PPP-Projekte in die einzelnen Arbeitsbereiche der neuen Organisation zu integrieren.

Innerhalb von InWEnt soll PPP noch bekannter werden. Für die einzelnen Bereiche und Sektoren sollen Strategien für die Einbeziehung von PPP-Maßnahmen erarbeitet werden. Insofern zielt ein erheblicher Teil der PPP-Aktivitäten im laufenden Jahr auf interne Veränderungen bei InWEnt. Bereits für 2003 wird die Entwicklung weiterer PPP-Vorhaben auch für Bereiche erwartet, in denen bisher keine durchgeführt wurden.

Die absolute Zahl der für 2003 geplanten Neuprojekte entspricht etwa dem Planungsstand zu Beginn des Vorjahres. Wegen der unsicheren Finanzlage und der fusionsbedingten hohen Belastung durch interne Projekte kann in diesem Jahr auch nicht von einer Wiederholung des starken Zuwachses des Portfolios ausgegangen werden. (cas)