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03/2005
 

[ renewables 2004 ]

Klimaschutz mit erneuerbaren Energien

Wenn die Teilnehmer der Konferenz „renewables 2004“ vergangenen Sommer in Bonn verwirklichen, was sie im Aktionsprogramm der Konferenz angekündigt haben, dann leisteten sie einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls, das am 16. Februar in Kraft trat. Mitte Januar legten die Organisatoren der Konferenz eine Auswertung des Aktionsprogramms vor. Danach bewirkten die darin enthaltenen 197 Maßnahmen einen jährlich wachsenden Rückgang des CO2-Ausstoßes, der bis zum Jahr 2015 auf 1,2 Milliarden Tonnen ansteigen würde. Den mit Abstand größten Beitrag würde China leisten, das bis zum Jahr 2010 ein Zehntel seines Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen decken will.

61 Prozent der Zusagen des Aktionsprogramms stammen von Regierungen, der Rest von internationalen Organisationen, der Industrie, nichtstaatlichen Organisationen und Kommunen. Gut 40 Prozent der Maßnahmen konzentrieren sich auf Forschung und Entwicklung sowie den Aufbau von Kapazitäten. Weitere knapp 40 Prozent entfallen auf politische Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Nutzung erneuerbarer Energien. 29 Länder nennen Zeitpläne für den Ausbau erneuerbarer Energiequellen wie Wasser, Sonne und Wind. Die meisten Beiträge kommen aus Europa (45 Prozent), gefolgt von Afrika und Lateinamerika.

Insgesamt belaufen sich die Maßnahmen des Aktionsprogramms auf 326 Milliarden US-Dollar. Die Umsetzung würde die Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen bis zum Jahr 2015 um 163 Gigawatt erhöhen. Die Bundesregierung hat sich dafür ausgesprochen, dass die UN-Nachhaltigkeitskommission (Commission on Sustainable Development, CSD) die Verwirklichung des Aktionsprogramms überprüft. Ende 2005 soll darüber auf einer Konferenz in China beraten werden. (ell)

Im Internet:
http://www.renewables2004.de/en/2004/outcome_actionprogramme.asp