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 03/2005
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Kenia: Korruptionsvorwürfe
Der Antikorruptionsbeauftragte der kenianischen Regierung, John Githongo, ist Anfang Februar von seinem Amt zurückgetreten. Unmittelbar zuvor hatte der britische Hochkommissar in Kenia, Edward Clay, erneut schwere Korruptionsvorwürfe gegen Mitglieder der Regierung von Präsident Mwai Kibaki erhoben. Githongo nannte keine Gründe für seinen Rücktritt, doch laut der kenianischen Zeitung The Nation hat ihn die Unwilligkeit der Regierung, gegen Korruption vorzugehen, zunehmend frustriert. Mit einigen Kabinettsmitgliedern stand Githongo laut The Nation in offenem Konflikt über den Umgang mit diversen Bestechungsskandalen. Die Vorwürfe Clays und der Rücktritt Githongos sind die jüngste Niederlage für Kibaki, der seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren jegliche Glaubwürdigkeit als Kämpfer gegen Korruption verspielt hat. Die Ernennung Githongos, des früheren Leiters der kenianischen Sektion von Transparency International, Anfang 2003 war noch als Beleg für den Willen Kibakis gewertet worden, ernsthaft gegen Korruption vorzugehen. Doch seitdem sind nach Angaben von Geberländern in Kenia eine Milliarde Dollar in dunklen Kanälen verschwunden. (ell)
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