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Monitor


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03/2006
 

USA forcieren Reform der IWF-Stimmrechte

Die US-Regierung drängt auf eine Neuordnung der Stimmrechte im Internationalen Währungsfonds (IWF), die Schwellenländern wie China und Indien mehr Mitsprache einräumen würde. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zeigte sich der für internationale Angelegenheiten zuständige Staatssekretär im US-Finanzministerium, Timothy Adams, nach einem Treffen mit Kollegen aus anderen führenden Industrieländern Ende Januar in Davos zuversichtlich, dass bald eine Einigung erreicht werde. Danach soll gleichzeitig das Gewicht Europas reduziert werden – entweder durch Schaffung eines gemeinsamen Sitzes für die Europäische Union oder aber durch die Reduzierung der Quoten der europäischen IWF-Mitglieder. In Europa stößt der Vorstoß auf Skepsis: Eine Quotenreduzierung sei unfair und ein einheitlicher europäischer Sitz gegenwärtig nicht realistisch, sagte EU-Zentralbankchef Jean-Claude Trichet. Europa fordert zudem, dass auch die USA Zugeständnisse machen. IWF-Direktor Rodrigo de Rato hatte auf der Jahrestagung von IWF und Weltbank im September letzten Jahres eine Stimmrechtsreform zugunsten Afrikas und Asiens angemahnt. (ell)