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04/2003 |
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AIDS-Impfstoff: Kein Durchbruch
Von Johannes Wendt
Unterschiedliche Reaktionen haben die Testergebnisse für einen AIDS-Impfstoff des US-amerikanischen Unternehmens VaxGen hervorgerufen. Im Rahmen der Untersuchung hatten gut 5000 HIV-negative Freiwillige aus AIDS-Risikogruppen in den Vereinigten Staaten, den Niederlanden, Kanada und Puerto Rico in mehreren Dosen über drei Jahre lang hinweg den Testimpfstoff oder aber ein Placebo gespritzt bekommen. In einer Pressemitteilung von VaxGen vom 24. Februar heißt es, zwar sei der Test insgesamt nicht erfolgreich verlaufen, mit Blick auf einzelne ethnische Untergruppen der Testpersonen sei das Ergebnis aber durchaus erfreulich. Laut VaxGen hat der Impfstoff mit Blick auf die gesamte Gruppe der Versuchsteilnehmer die Wahrscheinlichkeit einer Infektion nicht verringert. Bei den afro-amerikanischen Testpersonen dagegen hätten sich viermal so viele placebobehandelte wie geimpfte Personen mit HIV infiziert. VaxGen vermutet, dass die schwarzen im Vergleich zu den nicht-schwarzen Testpersonen nach der Impfung mehr Antikörper gegen das AIDS-Virus produziert haben.
Während der der Exekutivdirektor der UN-Organisation zur Bekämpfung von AIDS (UNAIDS), Peter Piot, die Testergebnisse als ermutigend bezeichnete, zeigte sich der Präsident der International AIDS Vaccine Initiative (IAVI), Seth Berkley, enttäuscht. Kritische Beobachter bewerten das Teilergebnis mit Blick auf die afro-amerikanischen Testpersonen als Zufall. Die Untergruppe sei viel zu klein gewesen, um von einer statistisch signifikanten Abweichung bei den Infektionsraten sprechen zu können. So entspreche der Unterschied in absoluten Zahlen gerade einmal fünf Infizierten.
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