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04/2003
 

Katastrophenprävention in Mosambik

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Von Hinrich Mercker

Überschwemmungen, Dürren und Wirbelstürme fordern jedes Jahr neue Opfer in Mosambik. Anfang 2000 mussten eine halbe Million Menschen ihre Häuser wegen Überflutungen verlassen, Hunderte Menschen starben. InWEnt organisiert nun ein Programm zur Katastrophenprävention in dem afrikanischen Land.


Mosambik gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. Gelder, die nach Katastrophen zum Wiederaufbau verwendet werden müssen, für Wiederaufbaumaßnahmen spart. Die mosambikanische Regierung konzentriert sich deshalb auf die Vorsorge. Anstelle von „nachsorgender“ humanitärer Hilfe sollen Ansätze treten, um die Verwundbarkeit zu reduzieren, definierte die Regierung ihr Ziel. Ein Beispiel: Im Februar informierte Mosambiks Außenminister Simao die Vertreter der Geberstaaten, InWEnt und zahlreiche NGOs über die anhaltende Dürresituation und die Auswirkungen des tropischen Wirbelsturmes Delfina. Trotz schwerer Schäden an 40 000 Häusern und an weiterer Infrastruktur sei es der Regierung gelungen, die Probleme eigenständig zu lösen, ohne die Gebergemeinde zu Hilfe zu rufen. Das Nationale Institut für Katastrophenmanagement INGC (Instituto Nacional de Gestão das Calamidades) habe umgehend reagiert und die betroffene Bevölkerung versorgt.

Bereits 2001 beauftragte das Auswärtige Amt (AA) InWEnt mit der Durchführung eines mehrjährigen Dialog- und Trainingsprogramms zur Katastrophenprävention in Mosambik. InWEnt berät seither das INGC bei der Personalentwicklung und Konzepterstellung. In elf Provinzen finden Trainingskurse zu Informationsmanagement, Kommunikation, Frühwarnsystemen und zur Stärkung lokaler Katastrophenvorsorge statt.

Die erfolgreiche Kooperation zwischen AA, INGC, UNDP und InWEnt (Bereich 5 „Umwelt, natürliche Ressourcen und Ernährung“) wurde beim UN-Nachhaltigkeitsgipfel im September 2002 als Type-II-Initiative (freiwillige Projekte zwischen Regierungen, Unternehmen und anderen Akteuren) anerkannt. Die Vereinten Nationen hoben hervor, dass das Programm von den beteiligten Organsationen gemeinsam erarbeitet wurde und als „Best-Practice“-Beispiel für eine künftige regionale Kooperation in der SADC-Region gilt.

Im Februar beschlossen InWEnt und INGC bei einer Programmplanungskonferenz in Maputo, die regionale Kooperation weiter zu intensivieren. Gelegenheit dazu bietet die im Herbst 2003 von den Vereinten Nationen in Bonn geplante Frühwarnkonferenz.