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04/2005
 

IDA 14: Mehr Geld für ärmste Länder

Die Weltbanktochter International Development Association (IDA), die günstige Darlehen und Zuschüsse an die ärmsten Länder vergibt, kann in den nächsten drei Jahren über umgerechnet 34 Milliarden Dollar verfügen. Ende Februar einigten sich die Geberländer darauf, ihre Beiträge für die vierzehnte Wiederauffüllung der IDA-Mittel (IDA 14) gegenüber IDA 13 um 25 Prozent auf etwa 18 Milliarden Dollar zu erhöhen. Das ist die höchste Aufstockung seit zwanzig Jahren, liegt aber unter der von den Gebern anvisierten Erhöhung um 30 Prozent. Die übrigen 16 Milliarden Dollar in IDA 14 stammen aus Rückzahlungen von Kreditnehmern und zu einem kleinen Teil aus Weltbankmitteln. Laut Financial Times erhöhten vor allem Frankreich und Großbritannien ihre Zusagen deutlich, während die USA und Deutschland nicht aufstockten.

Die IDA will künftig bei der Kreditvergabe stärker darauf achten, ob ein Land bereits hoch verschuldet ist. Länder mit hohen Schulden sollen nur noch Zuschüsse erhalten, die übrigen wie bisher die IDA-typischen zinslosen Kredite mit langer Laufzeit. Die IDA schätzt, dass dadurch der Zuschussanteil an der gesamten Mittelvergabe von gegenwärtig 20 auf etwa 30 Prozent steigen wird. Zudem soll intensiver überprüft werden, ob der Mitteleinsatz in den armen Ländern zu Ergebnissen führt. Beide Neuerungen – Erhöhung der Zuschüsse und verstärktes Monitoring – gehen auf Initiativen der US-Regierung zurück, die den Zuschussanteil sogar auf 50 Prozent angehoben haben wollte. (Siehe dazu auch E+Z 2005:3, S. 120.) (ell)