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Beiträge aus der Rubrik Neues von InWent
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MDGs: Nötig ist PPP in großem Stil
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 04/2005
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MDGs: Nötig ist PPP in großem Stil
Entwicklung und Armutsbekämpfung sind Bundespräsident Horst Köhler zufolge heute stärker denn je Thema in Politik und Öffentlichkeit. In einer Rede, die auf einer Konferenz zu den Millenniumentwicklungszielen verlesen wurde, wies Köhler jedoch darauf hin, dass diese allein mit öffentlichen Mitteln nicht zu erreichen seien. Der Präsident von Tansania, William Mkapa, ergänzte, die Ziele müssten ja nicht nur erreicht, sondern langfristig gehalten werden. Dazu, so Mkapa, sei eine hinreichend wachsende, von einem dynamischen Privatsektor angetriebene Wirtschaft nötig.
Der Politikdialog verdeutlichte zwei Probleme, denen sich vor allem die ärmsten Länder in Afrika gegenüber sehen: Sie bekommen kaum etwas von den weltweiten Auslandsinvestitionen ab. Und: Ihre eigenen Ökonomien werden maßgeblich von informellen Kleinstunternehmen getragen, die wenig Möglichkeiten der Expansion haben. Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul wies darauf hin, dass die Förderung von Kleinstunternehmern oft zu kurz komme. Mkapa akzeptierte die Kritik. Er kündigte an, sein Land werde den informellen Sektor künftig stärker beachten.
Alle Redner des von InWEnt, KfW Entwicklungsbank und Bundesentwicklungsministerium veranstalteten Politikdialogs betonten die wichtige Rolle von Investitionen aus dem Ausland. Einigkeit bestand aber auch darin, dass die Investoren nicht nur ihre Profite im Auge haben dürften. Köhler: Die Achtung von Umwelt- und Sozialstandards ist auch im Interesse der Wirtschaft. Mkapa sagte, das Werben um Investitionen dürfe nicht zu einem Wettlauf nach unten in den Entwicklungsländern führen. Der Präsident bedauerte, dass kaum ein Unternehmer bereit sei, in die Landwirtschaft in Tansania zu investieren. An unseren Goldminen beteiligen sich die Ausländer gerne, weil sie schon nach drei Jahren Gewinne mit nach Hause nehmen können, sagte Mkapa.
Fazit: Die Politik muss der Wirtschaft gute Rahmenbedingungen schaffen. Die Unternehmer müssen bereit sein, Risiken einzugehen und nicht nur auf kurzfristige Profite zu spekulieren. Eine solche Partnerschaft in großem Stil könnte wirksam zur Armutsreduzierung beitragen. (ell)
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