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 04/2006
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Simbabwe erfolgreich im Kampf gegen AIDS
In Simbabwe ist der Anteil der mit dem AIDS-Virus infizierten Menschen seit dem Jahr 2000 deutlich zurückgegangen. Das geht
aus einer Untersuchung des Londoner Imperial College hervor, deren Ergebnisse die Zeitschrift Science Anfang Februar veröffentlichte.
Danach ist im Osten des Landes die Verbreitung von HIV unter den 15- bis 24-jährigen Frauen um 49 Prozent, unter den 17- bis 29-
jährigen Männern um 23 Prozent gesunken. Die Infektionsrate in der Gesamtbevölkerung des Untersuchungsgebiets ging von 23 auf 20,5
Prozent zurück. Die Wissenschaftler hatten im Auftrag von UNAIDS zwischen 1998 und 2000 in der Provinz Manicaland Blutproben
entnommen und Befragungen durchgeführt und diese 2003 mit neuen Daten verglichen.
Wesentliche Ursache für den Rückgang ist laut der Studie ein verändertes Sexualverhalten. So habe sich der Anteil junger Frauen
zwischen 15 und 17 Jahren, die nach eigenen Angaben bereits sexuelle Erfahrungen gemacht haben, von 21 auf neun Prozent mehr
als halbiert. Bei den 17- bis 19-jährigen Männern schrumpfte der Anteil von 45 auf 27 Prozent. Auch der Anteil von Männern und Frauen mit
häufiger wechselnden Partnern sei um 49 beziehungsweise 22 Prozent deutlich geschrumpft. Die Angst vor AIDS, gepaart mit guter Aufklärungsarbeit
der simbabwischen Behörden und dem relativ hohen Bildungsstand der Bevölkerung, haben nach Ansicht der britischen Forscher den Wandel befördert.
Der Erfolg ist auch deshalb bemerkenswert, weil Simbabwe in den vergangenen Jahren deutlich weniger internationale Unterstützung im
Kampf gegen AIDS erhalten hat als andere Länder. Sambia beispielsweise erhielt nach Angaben des Informationsdienstes Africa Renewal
im Jahr 2004 rund 187 Dollar Entwicklungshilfe für jeden HIV-infizierten Bürger, das von den Gebern geächtete Mugabe-Regime in
Simbabwe nur vier Dollar.
(ell)
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