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04/2006
 

DAC-Jahresbericht: Größter ODA-Zuwachs
seit 1960

Der Vorsitzende des OECD-Entwicklungshilfeausschusses (DAC), Richard Manning, ist zuversichtlich, dass der Trend steigender Entwicklungshilfezahlungen vorerst anhalten wird. Im Vorwort zum neuen DAC-Jahresbericht (Development Cooperation Report 2005) schreibt Manning, wenn die Geberländer ihre Zusagen einlösten, dann würde die jährliche öffentliche Entwicklungshilfe (ODA) von gegenwärtig knapp 80 Milliarden bis 2010 real auf 128 Milliarden Dollar steigen. „Insgesamt werden wir möglicherweise die größte ODA-Steigerung sehen, seit der DAC 1960 eingerichtet wurde.“

Manning weist jedoch darauf hin, dass die für 2010 anvisierte ODA-Quote von 0,36 Prozent des Bruttosozialprodukts aller DAC-Länder (derzeit 0,26 Prozent) nur geringfügig über der Quote zu Beginn der 1990er Jahre liegen würde.

Vorsichtige Kritik äußert Manning an den Bemühungen der Geber, die Kapazitäten in den Zielländern für eine effiziente Verwendung von Entwicklungshilfe zu stärken. Zu oft würden einzelne Personen fortgebildet, die Qualität der Institutionen, in denen sie arbeiten, jedoch vernachlässigt. „Nötig ist ein stärker strategisch orientierter und langfristiger Ansatz zur Verbesserung wichtiger Institutionen, in den Programme zur individuellen Weiterbildung integriert werden könnten.“

(ell)



Im Internet: www.oecd.org/dac