Beiträge aus der Rubrik
Fakten + Tendenzen


IWF/Weltbank-Frühjahrstagung: Entschuldung vertagt

Tsunami-Hilfe: Erste Zwischenbilanz

Kontroverse über UN-Reform

Sicherheitspolitik: ODA-Kriterien erweitert

Sudan: Geber brauchen gemeinsame Politik

Deutsche ODA-Quote stagniert

UNDP-Bericht kritisiert arabische Regime


05/2005
 

Perspektiven für Tsunami-Regionen

Aus Sicht von fünf großen deutschen Hilfswerken geht es in den vom Dezember-Tsunami getroffenen Regionen nun um den langfristigen Wiederaufbau. Die Phase der akuten Nothilfe sei abgeschlossen. „Für uns gilt dabei, dass die betroffenen Menschen nicht zu passiven Hilfsempfängern degradiert werden dürfen, sondern von Anfang an Akteure im Wiederaufbau sein müssen“, sagt Martin Böckelmann-Simon von Misereor. Zusammen mit Brot für die Welt, Medico International, der Deutschen Welthungerhilfe und Terre des Hommes hat seine Organisation zu Jahresbeginn „Gemeinsam für Menschen in Not – Entwicklung hilft!“ gegründet. Anfang April belief sich das Spendenaufkommen der Mitglieder für Tsunami-Opfer auf 46 Millionen Euro, wovon zwölf Millionen für Nothilfe ausgegeben wurden. Als Qualitätskriterien ihrer Arbeit gibt die Gruppe folgende Kriterien an: Ausrichtung an Bedürftigkeit, Abstimmung mit örtlichen Stellen sowie UN-Organisationen, Steuerung durch lokale Partner, Rücksicht auf soziale sowie ökologische Bedingungen und schließlich Berücksichtigung möglicher Konfliktpotenziale. (dem)