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Fakten + Tendenzen


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05/2005
 

Deutsche ODA-Quote stagniert

Die Entwicklungshilfeleistungen der OECD-Mitgliedsländer sind im vergangenen Jahr real um 4,6 Prozent auf 78,6 Milliarden US-Dollar gestiegen. Das ist der höchste Wert, den der OECD-Entwicklungshilfeausschuss je verzeichnet hat. Größte Geber in absoluten Zahlen waren wie im Vorjahr die USA (19 Milliarden Dollar, Japan (8,8 Milliarden Dollar) und Frankreich (8,5 Milliarden Dollar). Die meiste Hilfe in Relation zum Bruttoinlandsprodukt gaben Norwegen (0,87 Prozent), Luxemburg (0,85 Prozent) und Dänemark (0,84 Prozent). Die deutsche ODA-Quote lag unverändert bei 0,28 Prozent. Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sagte, die Zahlen zeigten, dass Deutschland zur Erreichung seiner internationalen Verpflichtungen „noch große Anstrengungen unternehmen muss“. Deutschland sei ein wirtschaftlich starkes Land und könne mehr leisten. Die Stagnation der deutschen ODA-Quote erkläre sich unter anderem durch ein zu geringes Wachstum im BMZ-Haushalt. Im nächsten Jahr sei allerdings aufgrund der Tsunami-Hilfe mit einer Steigerung zu rechnen. Der entwicklungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Christian Ruck, dagegen erklärte, die Regierung befürchte offenbar, dass ohne Berücksichtigung des Schuldenerlasses für Irak die ODA-Quote in diesem Jahr sogar auf 0,25 Prozent sinken könnte. Die EU-Kommission hat die EU-Mitgliedstaaten unterdessen dazu aufgefordert, ihre ODA-Quote bis zum Jahr 2010 auf mindestens 0,51 Prozent zu erhöhen. (ell)