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Mit dem Meer leben

„Trade Africa“ berät SADC-Länder

Chancen im Rahmen der Integration nutzen


06/2004
 

Chancen im Rahmen der Integration nutzen

Unterstützung bei der Organisation von Events wie Geschäftsanbahnungstreffen trägt wesentlich dazu bei, Kontakte zu potentiellen Abnehmern zu etablieren, sagt Glyne Michelo, Geschäftsführer des Export Board of Zambia (EBZ). Das ostafrikanische Land setzt große Hoffnungen in den Integrationsprozess. Der Statistik zufolge gingen in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt 46,6 Prozent der nichttraditionellen Exportgüter in die SADC-Region. Auf Südafrika als größten Markt entfielen davon 50 Prozent.

Wie unterstützt Trade Africa KMUs in Sambia?
Trade Africa hat in enger Kooperation mit dem Export Board of Zambia das Personal von aufstrebenden Klein- und mittelgroßen Betrieben in praktischen Fragen geschult. Die Qualifizierung behandelte Themen wie Geschäftsentwicklung, Exportmarketing, Qualität, Finanzen, Versicherungen, Messen, Transport und Logistik. Trade Africa lieferte das Kursmaterial und bezahlte die örtlichen Consultingfirmen, die das Training durchführten. Neben diesem Kurztraining unterstützt Trade Africa die Fortbildung von Fachleuten in Deutschland.

Gibt es weitere Initiativen, die den regionalen Handel fördern?
Zu den Initiativen, die sich die Förderung des wirtschaftlichen Austausches in der Region auf die Fahnen geschrieben haben, gehören das von USAID geförderte Zambia Trade and Investment Enhancement Project (ZAMTIE), das Hub (Commonwealth-Sekretariat) sowie das International Trade Centre. Commonwealth-Sekretariat und Export Board of Zambia führen gegenwärtig eine Angebots- und Nachfragestudie in der Ostafrikanischen Gemeinschaft COMESA durch, um sambische Produkte mit Exportpotential zu identifizieren und innerhalb der Freihandelszone zu fördern. Trade Africa könnte noch bessere Ergebnisse erzielen, würde die Hilfe auf den Erwerb angepasster Technik ausgedehnt.

Was erwarten Sie vom SADC-Integrationsprozess für Sambia?
Sambia muss den Bereich der verarbeitenden Produktion stärken, soll die Integration die soziale und ökonomische Entwicklung des Landes positiv beeinflussen. Nach wie vor exportiert Sambia überwiegend landwirtschaftliche Rohstoffe, deren Wert geringer ist als der von verarbeiteten Agrar-Produkten. Das sähe anders aus, wäre die verarbeitende Industrie besser entwickelt.
Die Fragen stellte Lydia Jebauer-Nirschl.