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Medien


Kontrolle allein ändern wenig

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06/2006
 

Kontrollen allein ändern wenig

INKOTA-Netzwerk (Hg.):
Quick fix – Die Suche nach der schnellen Lösung. Was bringen Sozial-Audits den Näherinnen der Sweatshops?
Berlin: INKOTA 2006, 112 Seiten,
5,00 Euro, ISBN 3-938133-02-3.

Sozial-Audits sind nur sinnvoll als Teil eines Bündels von Maßnahmen, das die Rechte der Beschäftigten stärkt. Wer die Situation in den Betrieben verändern wolle, müsse mit Organisationen vor Ort zusammenarbeiten, ein Schlichtungs- und Beschwerdesystem etablieren und die Gründung von Gewerkschaften unterstützen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Clean Clothes Campaign. Danach reichen Kontrollen nicht aus, um menschenwürdige Arbeitsbedingungen und faire Löhne durchzusetzen. Für die Studie wurden Manager und Inspekteure befragt sowie 670 Beschäftigte in Bangladesch, China, Kenia, Indien, Indonesien, Marokko, Pakistan und Rumänien. Viele der befragten Arbeiterinnen und Arbeiter hatten Angst, Informationen über ihren Arbeitsplatz und die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsfabrik preiszugeben. Sie befürchteten Nachteile für sich. Die Studie soll helfen, dass Sozial-Audits künftig stärker als bisher die tatsächlichen Lebensbedingungen der Beschäftigten in den Mittelpunkt rücken. Sozial-Audits in der Textil- und Sportbekleidungsindustrie sind zu einem blühenden Geschäft geworden. (orb)