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06/2006
 

[ Präsidentenprogramm ]

Praktika für deutsche Manager
in russischen Unternehmen

Beim Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Tomsk kündigte die russische Regierung an, sie werde das 1998 initiierte Präsidentenprogramm fortsetzen. Das unter Schirmherrschaft des russischen Präsidenten stehende deutsch-russische Managerfortbildungsprogramm wird bis zum Jahr 2012 verlängert. Dies sagte Andreij Scharonow, Staatssekretär des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Handel der Russischen Föderation, während der Regierungskonsultationen beider Länder Ende April im sibirischen Tomsk.

In diesem Jahr werden zudem erstmalig Vertreter deutscher Firmen an dem Programm teilnehmen können. „Wir laden 50 deutsche Manager ein, ein Praktikum in russischen Unternehmen zu absolvieren“, sagte Scharonow während eines Treffens mit Programm-Absolventen, zu dem Putin und Merkel vor Beginn der offiziellen bilateralen Gespräche eingeladen hatten.

Putin würdigte das Managerfortbildungsprogramm als einen „wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland“. Er dankte Bundeskanzlerin Merkel für alles, was auf „diesem Gebiet geleistet wurde“.

Das Programm sei ein „Teil lebendiger deutsch-russischer Zusammenarbeit“, betonte die deutsche Kanzlerin. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Zusammenarbeit zwischen Ländern immer dann sehr intensiv ist, wenn sie gerade bei jungen Leuten mit praktischen Erfahrungen verbunden ist", betonte Merkel. Menschliches Kennenlernen sei durch nichts zu ersetzen. Die Anstrengungen auf diesem Gebiet müssten deshalb intensiviert und erweitert werden.

Das Präsidentenprogramm für junge russische Manager ist ein wichtiger Pfeiler der deutsch-russischen Beziehungen. Es trägt dazu bei, russische Unternehmen für den Weltmarkt fit zu machen. 35 000 russische Jungmanager haben sich bislang im Rahmen des von führenden Industrienationen sowie der Europäischen Union unterstützten Programms fortgebildet. Mehr als 2700 von ihnen haben eine Praxisfortbildung in deutschen Unternehmen absolviert.

Der deutsche Programmbeitrag wird finanziert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), der deutschen Wirtschaft sowie einigen Bundesländern und Bildungsträgern. InWEnt koordiniert im Auftrag des BMWi den deutschen Programmbeitrag.

Ute Lange