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Beiträge aus der Rubrik Analysen und Berichte
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Lebensgrundlage Tropenwald
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Externe Schocks Haupthindernis für nachhaltige Entschuldung
Institutionen Schlüssel zur Entwicklung
 07/2003
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[ Frühjahrstagung des Arbeitskreises Evaluation von Entwicklungspolitik ]
Evaluation: Wenig Austausch zwischen deutschen EZ-Organisationen
Unter dem Titel Evaluation von Demokratieförderung fand am 22. und 23. Mai im Weltwirtschafts-Archiv in Hamburg (HWWA) die 10. Tagung des Arbeitskreises Evaluation von Entwicklungspolitik in der Deutschen Gesellschaft für Evaluation (DeGEval) statt. Der Gründer und Sprecher des Arbeitskreises, Reinhard Stockmann, widmete sich in seinem einführenden Referat der Frage nach möglichen Unterschieden zwischen der Evaluation von Maßnahmen zur Demokratieförderung einerseits und anderen Entwicklungsprojekten andererseits. Sein Ergebnis: Grundsätzlich treten bei der Evaluation von Demokratieförderungsprojekten keine anderen Probleme auf, allerdings sind die üblichen Evaluationsprobleme teilweise noch ausgeprägter. So ist der Einfluss projektexterner Rahmenbedingungen stärker als bei anderen Projekten, die Zahl der zu beachtenden Akteure ist größer, die internen Abläufe sind komplexer und die Wirkungszeit ist länger. Häufig werde bei der Evaluation die Meso-Ebene vernachlässigt, die jedoch gerade bei der Demokratieförderungs von besonderer Bedeutung sei.
Henning Baur und Eberhard Gohl von der Arbeitsgruppe Demokratieförderung stellten den Entwurf für einen Leitfaden zur Evaluierung von Projekten zur Förderung von Demokratie und Good Governance vor, in dem vor allem methodische Fragen behandelt werden von der Analyse der Projektbeteiligten bis zur Verarbeitung der Evaluierungsergebnisse. Baur und Gohl hoben hervor, dass bei der Erstellung des Leitfadens eine Reihe von Fragen aufgekommen sei, die noch beantwortet werden müssen. Über diese Fragen etwa zur Definition von Demokratieförderung, zur Erarbeitung von Indikatoren und zur Datenerhebung wurde auf der Tagung in Arbeitsgruppen diskutiert, deren Ergebnisse in die Überarbeitung des Leitfadens bis zur nächsten Frühjahrstagung einfließen sollen.
Am zweiten Tagungstag ging es um das Thema Lernen aus Evaluationen. Jörg Rech von der Universität Saarbrücken präsentierte die zentralen Ergebnisse seiner Magisterarbeit mit dem Titel Kommunikative Beziehungen deutscher EZ-Organisationen als Grundlage horizontalen Lernens. Rech zeigt darin, dass es durchaus eine Infrastruktur für den Informationsaustausch zwischen den deutschen EZ-Organisationen gibt und somit eine Grundvoraussetzung für organisationsübergreifendes Lernen erfüllt ist. Allerdings könne von einer Kommunikationskultur, in der der Austausch von Wissen selbstverständlich ist, nicht gesprochen werden. Rechs Ausführungen stießen bei den Teilnehmern auf großes Interesse, da Lernen aus Evaluierungen eines der zentralen Themen im Arbeitskreis ist und sich eine Arbeitsgruppe seit einigen Jahren intensiv damit beschäftigt.
Alle auf der Tagung gehaltenen Referate stehen auf der Homepage des Arbeitskreises: http://www.uni-saarland.de/fak5/stockmann/akepol
http://www.uni-saarland.de/fak5/stockmann/akepol
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