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Analysen und Berichte


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Informationstechnologien:
Der wirkliche digitale Graben verläuft innerhalb der armen Länder


Externe Schocks Haupthindernis für nachhaltige Entschuldung

Institutionen – Schlüssel zur Entwicklung


07/2003
 

[ Internationale Konferenz in Bonn ]

Lebensgrundlage Tropenwald

Rund 240 Millionen Menschen weltweit leben in oder in unmittelbarer Nähe von tropischen Wäldern. Sie gehören oft zu den Ärmsten der Armen und betreiben in der Regel Subsistenzwirtschaft. Dabei greifen sie auf Produkte aus den Wäldern zurück, insbesondere dann, wenn Krieg, Wirtschaftskrisen oder Dürreperioden das Überleben erschweren. Darüber hinaus verwenden schätzungsweise zwei Milliarden Menschen weltweit Pflanzen und Tiere aus tropischen Wäldern für medizinische Zwecke, und in 62 der am wenigsten entwickelten Länder liefert Wildfleisch über 20 Prozent der von der Bevölkerung aufgenommenen Proteine.

Das waren einige der zentralen Botschaften von der internationalen Forstwirtschaftskonferenz „Rural Livelihoods, Forests and Biodiversity“, die vom 19. bis 23. Mai in Bonn stattfand. Veranstalter war das Center for International Forestry Research (CIFOR) in Jakarta in Zusammenarbeit mit BMZ, InWent und GTZ. Ziel der Konferenz war es, die Bedeutung der tropischen Wälder hervorzuheben und Beispiele für erfolgreiche nachhaltige Forstwirtschaft vorzustellen. Zudem sollte der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der forstwirtschaftlichen Forschung ein Anstoß gegeben werden. Ulrich Popp, der Hauptgeschäftsführer von InWent, sprach in diesem Zusammenhang von der Notwendigkeit, die reiche forstwirtschaftliche Tradition Deutschlands stärker einzubringen und auf diesem Wege auch den Forschungsstandort Deutschland zu stärken.

Erfolge hat es in den letzten Jahren vor allem im Bereich partizipativer Waldbewirtschaftung gegeben. Indigene Gruppen, lokale Gemeinschaften und Kleinbauern halten heute Besitztitel oder langfristige Bewirtschaftungsrechte für rund 22 Prozent aller tropischen Wälder. Die Fachleute sehen darin die größte Chance, zu einer nachhaltigeren Forstwirtschaft zu gelangen und den Raubbau zurückzudrängen. Gegenwärtig gehen jedes Jahr etwa 12 Millionen Hektar Regenwald verloren – eine Fläche, die etwa einem Drittel von Deutschland entspricht. (uke)