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Analysen und Berichte


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Lebensgrundlage Tropenwald

Armut und Gesundheit: Multisektoraler Ansatz gefragt

Informationstechnologien:
Der wirkliche digitale Graben verläuft innerhalb der armen Länder


Externe Schocks Haupthindernis für nachhaltige Entschuldung

Institutionen – Schlüssel zur Entwicklung


07/2003
 

[ Neue Richtlinien von DAC und WHO ]

Armut und Gesundheit:
Multisektoraler Ansatz gefragt

Wie kann Entwicklungszusammenarbeit im Gesundheitsbereich so ausgerichtet werden, dass sie armutsorientiert wirkt? Eine Antwort auf diese Frage geben die Richtlinien, die der Entwicklungshilfeausschuss (DAC) der OECD und die Weltgesundheitsorganisation WHO gemeinsam erarbeitet haben und die auf einer von KfW und GTZ veranstalteten Podiumsdiskussion am 26. Mai in Berlin vorgestellt wurden.

WHO-Mitarbeiter John Martin wies auf zwei wesentliche Punkte hin: Zum einen seien zusätzliche finanzielle Ressourcen nötig, um in den Entwicklungsländern eine Basisversorgung im Gesundheitsbereich zu sichern. So müssten beispielsweise die durchschnittlichen Gesundheitsausgaben in den am wenigsten entwickelten Ländern von heute elf US-Dollar pro Kopf und Jahr auf mindestens 60 US-Dollar erhöht werden. Zum anderen dürfe der Sektor nicht isoliert betrachtet werden: So haben Bildung und Nahrungsmittelsicherheit, Wasser- und Energieversorgung einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit. Auch Maßnahmen, die dazu beitragen, dass die Armen besser vor Luftverschmutzung und Unfällen, aber auch vor Konflikten und Naturkatastrophen geschützt sind, verbessern die Situation.

Außer für diesen multisektoralen Ansatz plädieren WHO und OECD in ihren Richtlinien ausdrücklich für die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor und mit Nichtregierungsorganisationen. Auch der Leiter der KfW-Abteilung für Gesundheit, Wolfgang Bichmann, sprach sich für einen pragmatischen Ansatz aus: „Wo das Geld herkommt, ist letztendlich nicht entscheidend. Wichtig ist, dass es wirkt.“

Silvia Richter



DAC Guidelines and Reference Series: Poverty and Health. Paris, OECD, WHO 2003, 92 S., ISBN 92-64-10018-0