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Auf Arbeitssuche


07/2004
 

Auf Arbeitssuche

Die Hälfte der weltweit rund 180 Millionen Flüchtlinge und Migranten ist ökonomisch aktiv, entweder als Angestellte oder als anderweitig gegen Lohn Beschäftigte. Nach einem Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation wird die Zahl der Migranten, die Arbeit suchen, in den kommenden Jahren drastisch steigen. ILO-Chef Juan Somavia sagte bei der Vorstellung des Berichts Ende Mai, das größte Defizit der Globalisierung bestehe darin, dass sie nicht dort Jobs schaffe, wo die Menschen leben. Mehr als die Hälfte der in Ghana oder Jamaika ausgebildeten Ärzte arbeitet im Ausland. In den armen Ländern verursacht das große Kosten, während die reichen Zielländer davon profitieren. So führt Einwanderung laut ILO in den Industrieländern nicht zu einem Rückgang der Löhne, wie das dort häufig behauptet wird. (ell)