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 07/2005
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Spam-Mails als Entwicklungsbremse
Spam-E-Mails sind ein weltweites Übel, doch die Entwicklungsländer leiden besonders darunter. Weil die Übertragungs- und Speicherkapazitäten von E-Mail-Anbietern in Afrika, Asien und Lateinamerika in der Regel vergleichsweise klein sind, führt dort ein plötzliches Anschwellen der Spam-Flut häufiger zu Server-Zusammenbrüchen als in Industrieländern. Den meisten Anbietern in Entwicklungsländern fehlen die nötigen technischen und finanziellen Mittel, um sich und ihre Kunden gegen Massen-E-Mails wirksam zu schützen. Laut einer Studie der OECD-Arbeitsgruppe zu Spam-Mails mangelt es in den betroffenen Ländern zudem häufig an Problembewusstsein; die rechtlichen Rahmenbedingungen für Maßnahmen gegen die Absender von Spam-Mails seien oft unzureichend. Professionelle Spammer weichen deshalb laut der OECD vermehrt auf Server in armen Ländern aus, um ungestört ihrem Treiben nachgehen zu können. Den betroffenen E-Mail-Anbieter droht dadurch, auf internationale Schwarzlisten zu geraten und vollständig vom E-Mail-Verkehr abgeschnitten zu werden. Die OECD-Experten plädieren kurzfristig für verstärkte technische Hilfen für E-Mail-Anbieter in Entwicklungsländern und längerfristig für schärfere Gesetze gegen Spammer sowie Aufklärungskampagnen für Internet-Nutzer. (ell)
Im Internet:
http://ww.oecd.org/dataoecd/5/47/34935342.pdf
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