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Renminbi-Aufwertung wäre zwecklos


07/2005
 

US-Defizit: Renminbi-Aufwertung wäre wirkungslos

Seit Jahren fordert die US-Regierung, China müsse seine Währung im Verhältnis zum Dollar aufwerten. Der chinesische Renminbi, der fest an den Dollar gekoppelt ist, sei unterbewertet; Exportgüter der Volksrepublik würden dadurch künstlich verbilligt und verdrängten US-Produkte. Eine Aufwertung des Renminbi, so die Annahme, würde die chinesischen Exporte reduzieren und das riesige Leistungsbilanzdefizit der USA verringern. Eine neue Studie der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) dämpft diese Hoffnung: Nach Berechnungen der Ökonomin Cyn-Young Park verringerte eine zehnprozentige Renminbi-Aufwertung das US-amerikanische Defizit lediglich um 0,5 Prozent beziehungsweise um 0,02 Prozent des US-Bruttoinlandsprodukts. Bei einer Aufwertung um 20 Prozent erhöhten sich die Werte auf 1,2 beziehungsweise 0,05 Prozent. Kurz: Eine Renminbi-Aufwertung würde die Handelsbilanz der USA kaum beeinflussen. Ein Grund dafür ist laut der ADB-Studie, dass China – anders als es die Debatte in den USA suggeriert – einen eher kleinen Anteil am US-Handel hat: 2004 lagen die Importe aus China bei 13,4 Prozent, die Exporte in die Volksrepublik sogar nur bei 4,3 Prozent des gesamten Außenhandels der USA. (ell)





Im Internet:
http://www.adb.org/Documents/EDRC/Policy_Briefs/PB037.pdf