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 8-9/2005
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AIDS-Medikament:
Brasilien erreicht Preisnachlass
Brasilien hat den US-amerikanischen Pharmahersteller Abbott zu einem weitgehenden Preisnachlass für das AIDS-Medikament Kaletra gedrängt. Die brasilianische Regierung hatte Anfang Juni gedroht, das Patent auf Kaletra zu brechen und das Mittel selbst herzustellen, sollte Abbott den Preis nicht deutlich senken. In Brasilien erhalten AIDS-Patienten kostenlos antiretrovirale Medikamente; das brasilianische Programm zur AIDS-Bekämpfung gilt international als vorbildlich. Auf Kaletra entfiel bislang rund ein Viertel der Kosten für Medikamente, die im Rahmen des Programms verteilt werden. Die brasilianische Regierung hatte angegeben, einheimische Generika- hersteller könnten das Medikament für die Hälfte des Abbottpreises herstellen. Anfang Juli einigten sich das Unternehmen und die Regierung auf einen Kompromiss: Abbott gewährt Brasilien laut BBC in den nächsten sechs Jahren einen Preisnachlass auf das Medikament von insgesamt 250 Millionen Dollar, die Regierung achtet im Gegenzug das Patent. Für das brasilianische AIDS-Programm bedeutet die Einigung Einsparungen in Höhe von 40 Prozent der bisherigen Ausgaben für Kaletra. (ell)
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