Beiträge aus der Rubrik
Medien


Fantu Cheru, Colin Bradford Jr. (Hg.): Finanzierung der Millenniumsziele

Andreas Mehler, Henning Melber u.a. (Hg.): Afrika-Jahrbuch 2004

Franz Kolland, August Gächter (Hg.): Einführung in die Entwicklungssoziologie

OECD (Hg.): Klimawandel und Entwicklung


8-9/2006
 

Referenzwerk zu Afrika

Andreas Mehler, Henning Melber,
Klaas van Walraven (Hg.):
Africa Yearbook 2004. Politics, Economy and Society South of the Sahara.
Leiden, Brill Academic Publishers 2005,
495 S., 40,00 Euro, ISBN 90-04-14462-5

Von 1988 bis 2004 veröffentlichte das Institut für Afrikakunde (IAK) in Hamburg ein Jahrbuch zu politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Afrika südlich der Sahara. Nun liegt erstmals in englischer Sprache eine Gemeinschaftsproduktion der Afrikainstitute in Uppsala (Schweden), Leiden (Niederlande) und Hamburg vor, die diese Reihe verbessert fortsetzt. Das Yearbook enthält Übersichtsartikel über den Subkontinent, über seine einzelnen Regionen sowie über die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Afrika. Daneben liefern Länderbeiträge knappe und präzise Analysen. Die meisten Artikel legen systematisch Zusammenhänge zwischen innenpolitischen, regionalen und internationalen Entwicklungen offen und ordnen sie historisch ein. Auf Artikel zu einzelnen Themen haben die Herausgeber im Unterschied zur Vorgänger-Publikation leider verzichtet.

Die Autoren sind ausgewiesene Kenner, überwiegend aus europäischen Wissenschaftsinstitutionen. Ihre unterschiedlichen methodischen und theoretischen Zugänge sind der Kohärenz der Gesamtpublikation nicht abträglich. Der Stil ist insgesamt leicht zugänglich. Das Yearbook Africa ist für Wissenschaftler, Journalisten, Praktiker der Entwicklungszusammenarbeit, Diplomaten und Unternehmer eine unverzichtbare Referenz. Durch eine attraktivere Gestaltung und ein detailliertes Stichwortverzeichnis könnte es aber an Nutzerfreundlichkeit gewinnen. Wünschenswert wäre außerdem ein kürzerer zeitlicher Abstand zwischen Berichtsjahr und Veröffentlichung.

Ruben Eberlein