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Beiträge aus der Rubrik Monitor
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Internationale Pressestimmen zum Gipfel
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Entwicklungsfinanzierung: Steuern und Flugtickets
UNDP fordert mehr und bessere Hilfe
Weltbank: Ungleichheit behindert Entwicklung
Alternativer Gesundheitsbericht
Ernährung: Düstere Prognose für Afrika
Japan diskutiert über Entwicklungshilfe
Straßen fördern Entwicklung
 10/2005
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UN-Gipfel: Pressestimmen
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Viele haben mutwillig oder fahrlässig daran mitgewirkt, dass aus der ambitionierten Reformagenda des UN-Generalsekretärs ein zerzaustes Dokument geworden ist, welches die Organisation allenfalls hier und da ein Stück weiterbringen wird. Vielleicht werden auch diejenigen, die an der Verhinderung mitgewirkt haben, das eines Tages bedauern: dass der große Deal zwischen Nord und Süd für Sicherheit, Fortschritt und Menschenrechte nicht zustande gekommen ist.
The Manila Times
Das Abschlussdokument des Gipfels ist nur 35 Seiten lang, aber es spricht Bände über die politischen und diplomatischen Kräfte, deren Erbe die Vereinten Nationen sind. Noch sechzig Jahre nach ihrer Gründung verhindern Machtspiele der Mitglieder, dass die Weltorganisation die kühnen Ziele erreicht, die in ihrer Charta festgeschrieben sind.
Süddeutsche Zeitung, München
Die UN werden an der Niederlage nicht zugrunde gehen. Aber es wird viele Jahre brauchen, um die wichtigsten Reformideen wiederzubeleben. Die Armen der Welt denen dieses UN-Jubiläum am meisten hätte helfen sollen haben dafür eigentlich keine Zeit.
Financial Times, London
Nichtstaatliche Organisationen sind dazu berufen, sich kritisch zu äußern. Aber ein genauer Blick in das Gipfel-Kommuniqué zeigt, dass das Glas ebenso halb voll wie leer ist. Ein abgekämpfter Diplomat wurde mit den Worten zitiert, dass das Ergebnis nicht so gut sei, wie es hätte sein können, aber immer noch besser, als es hätte werden können. Genau das freilich wird einmal auch die Grabinschrift der Vereinten Nationen sein.
The Times of India, Bombay
Generalsekretär Kofi Annan hatte eine Agenda vorgeschlagen, die dem neuen Jahrhundert und den Vereinten Nationen in ihrem 60. Lebensjahr angemessen schien. Doch das liegt nun unter einer Kakophonie von Selbstgerechtigkeit der Mitgliedstaaten begraben. Kurz, es ging zu wie immer: Nationen mit unverrückbaren Eigeninteressen, an denen das Gemeinwohl abprallt.
Daily Nation, Nairobi
Das Treffen wurde als größte Versammlung von Staatsführern aller Zeiten verkauft. Es sah eher nach dem größten Treffen von Nichtstuern aus abgesehen von einigen interessanten Reden. Einige Länder, darunter die Vereinigten Staaten von Amerika, hatten die Reformvorschläge von UN-Generalsekretär Kofi Annan bis auf die Knochen abgenagt. Der Pressedienst der Weltorganisation tönte: UN-Weltgipfel billigt historisches Abschlussdokument zu wichtigen Fragen. Was historisch ist, ist relativ.
New York Times
Das Dokument bietet wenig mehr als eine Sammlung von wohltönenden Phrasen und frommen Wünschen, die jedermann aus der Verantwortung entlassen, jene praktischen Maßnahmen zu ergreifen, die genau jetzt gefordert sind. Jeder der mehr als 170 teilnehmenden Staatsführer, angefangen mit Präsident Bush, sollte sich schämen, diese seltene Möglichkeit verstrichen gelassen zu haben.
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