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10/2005
 

Alternativer Gesundheitsbericht
für WHO-Reform

Eine Gruppe internationaler nichtstaatlicher Organisationen, Wissenschaftler, Ärzte sowie anderer Akteure aus dem Gesundheitsbereich hat sich für eine grundlegende Reform der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgesprochen. Die Studie „Global Health Watch 2005-2006“ plädiert für eine Erhöhung der WHO-Finanzmittel und eine bessere Abstimmung mit anderen internationalen Gesundheitsorganisationen. Zudem müsse die WHO das Mandat erhalten, stärker als gesundheitspolitischer Berater von Regierungen zu wirken. Das Personal der WHO solle nicht nur aus dem Gesundheitswesen kommen, sondern auch Wirtschafts- und Politikwissenschaftler sowie Juristen umfassen, um die Zusammenhänge zwischen Gesellschafts-, Wirtschafts- und Gesundheitspolitik besser zu begreifen. Der Bericht fordert, alle internationalen Wirtschaftsabkommen, etwa im Rahmen der Welthandelsorganisation, sollten auf mögliche gesundheitspolitische Folgen überprüft werden. An der internationalen Entwicklungshilfe im Gesundheitsbereich kritisiert der Bericht, sie sei zu stark auf einzelne Krankheiten wie AIDS oder Malaria fokussiert statt auf eine Verbesserung von Gesundheitssystemen in Entwicklungsländern insgesamt. (ell)



Im Internet:
http://www.medico-international.de/material/
downloads/ghw.pdf