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Japan diskutiert über Entwicklungshilfe

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10/2005
 

Japan diskutiert über Entwicklungshilfe

Nach Kürzungen in den letzten vier Jahren will Japan dieses Jahr wieder mehr Geld für Entwicklungshilfe bereitstellen. Premierminister Junichiro Koizumi kündigte an, Japan wolle seine Hilfe in den kommenden fünf Jahren um zehn Milliarden Dollar erhöhen und die Afrikahilfe gemäß des G8-Beschlusses von Gleneagles verdoppeln. 2004 lag die offizielle japanische Entwicklungshilfe (ODA) bei 8,9 Milliarden Dollar. Gemessen an der Wirtschaftsleistung entspricht das einer Quote von 0,19 Prozent. Damit lag Japan im vergangenen Jahr in der Liste der Industrieländer an drittletzter Stelle vor den USA und Italien. „Japan muss der Welt zeigen, dass es als zweitreichstes Land ebenso viel Hilfe leisten kann wie andere Industrieländer“, sagte Yoko Fukawa vom nichtstaatlichen ODA Reform Network. Zuvor hatte der stellvertretende japanische Außenminister, Mitoji Yabunaka, in einem Interview gesagt, durch mehr Hilfe für Afrika verbessere Japan seine Aussichten auf einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Masaki Inaba vom Japan Africa Network sagte, um die Effizienz der japanischen Entwicklungshilfe zu erhöhen, müssten nichtstaatliche Organisationen stärker beteiligt werden. (ell)