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10/2006
 

Afghanistan: Drogenanbau auf Rekordhöhe

Die Anbaufläche für Schlafmohn in Afghanistan ist in diesem Jahr um fast 59 Prozent auf 165 000 Hektar gewachsen. Laut dem UN-Büro für die Bekämpfung von Drogen und Kriminalität (UNODC) wird Afghanistan dieses Jahr mehr als 6100 Tonnen Opium produzieren – mehr als je zuvor. UNODC-Chef Antonio Maria Costa sagte, im Süden des Landes sei der Opiumanbau außer Kontrolle. Costa appellierte an die afghanische Regierung, drogenfreie Provinzen finanziell zu belohnen und die Gouverneure und Polizeioffiziere der Opium-Regionen auszutauschen. Zudem solle die NATO militärisch gegen die Opium-Industrie vorgehen. Eine Legalisierung des Opium-Anbaus zu medizinischen Zwecken, wie sie der Pariser Senlis Council vorschlägt, lehnt die UN-Organisation dagegen weiter ab. (ell)