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10/2006
 

US-Rechnungshof lobt und tadelt MCA

Der Millennium Challenge Account (MCA), das US-amerikanische Entwicklungshilfeprogramm für Länder mit guter Regierungsführung, befindet sich insgesamt auf gutem Weg, weist aber Mängel auf. Zu diesem Ergebnis kommt der US-Rechnungshof (Government Accountability Office, GAO) in einem Prüfbericht für den Kongress. Um MCA-Mittel zu erhalten, können sich arme Länder bei der Millennium Challenge Corporation (MCC) mit einem Projektplan bewerben. Die MCC prüft, ob der Plan geeignet ist, zur Armutsreduzierung beizutragen, und macht Verbesserungsvorschläge. Die Rechnungsprüfer monieren, dass diese Prüfungen teilweise auf Daten und Annahmen beruhen, die die sozioökonomische Situation der Kandidatenländer unzutreffend widerspiegeln. Es sei daher nicht garantiert, dass die anvisierten Projektwirkungen auch tatsächlich erzielt werden. Das GAO kritisiert außerdem, dass die MCC bislang weder über die nötigen Daten noch über Methoden verfüge, bewilligte Projekte zu evaluieren.

Bislang haben die Kapverden, Madagaskar, Honduras und Georgien MCA-Mittel bekommen. Armenien, Benin, Ghana, Nikaragua und Vanuatu haben sich für eine Auszahlung qualifiziert. Seit Einrichtung der MCA 2004 hat der Kongress laut GAO 4,2 Milliarden Dollar bewilligt, von denen die MCC bislang 1,5 Milliarden an die qualifizierten Länder zugesagt und 22,4 Millionen Dollar ausgezahlt habe. (ell)




Im Internet:
Der GAO-Prüfbericht: http://www.gao.gov/new.items/d06805.pdf