Beiträge aus der Rubrik
Monitor


Afrikapolitik: Europa auf falschem Weg

Weltinvestitionsbericht 2005

IWF und Weltbank beschließen Schuldenerlass

Weltinformationsgipfel: Streit ums Internet

Afrika: Hilfszusagen werden kontrolliert

UN-Konvention gegen Korruption in Kraft

Enttäuschende Bilanz: OECD-Richtlinien für Multis

Ein neuer Maßstab für Wohlstand


11/2005
 

Informationsgipfel:
Streit um Internet-Kontrolle

Kurz vor Beginn des zweiten UN-Gipfels zur Informationsgesellschaft Mitte November in Tunis herrscht noch immer Streit über die Kontrolle des Internet. Auf dem letzten Vorbereitungstreffen für den Gipfel im September in Genf konnten sich die Delegierten nicht darauf verständigen, in wessen Hände die zentrale Verwaltung des weltweiten Datennetzes künftig gelegt werden soll. Derzeit entscheidet die privatwirtschaftlich geführte, von der US-Behörde für Telekommunikation beaufsichtigte Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) über die Vergabe neuer Internetadressen. Die US-Regierung und die meisten Internet-Experten wollen es dabei belassen. Dagegen fordern Staaten wie China, Brasilien, Kuba oder Iran mehr Einfluss. Für den Vorschlag, die so genannte Root-Aufsicht bei der International Telecommunication Union (ITU) anzusiedeln, fand sich keine Mehrheit. Die Europäische Union hatte sich beim Treffen in Genf zuletzt der Position der US-Kritiker angenähert und Verständnis für deren Wunsch nach einer „Demokratisierung“ der Internet-Verwaltung gezeigt. Anhänger der bisherigen Praxis hingegen vermuten hinter diesem Wunsch lediglich den Versuch einiger Länder, das Netz stärker zu zensieren. (ell)


Im Internet:
http://www.itu.int/wsis/