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12/2006
 

Gute Noten für KfW-Projekte

Sieben von zehn Projekten der KfW Entwicklungsbank sind erfolgreich, 17 Prozent weisen positive Wirkungen auf, sind aber nicht mehr ausreichend, die restlichen gut 12 Prozent sind unzureichend oder gescheitert. Das geht aus dem 9. KfW-Evaluierungsbericht hervor, den die Bank Anfang November in Frankfurt vorlegte. Der Bewertung liegen 177 Vorhaben in 52 Ländern zugrunde, die die von den operativen Abteilungen unabhängige KfW-Evaluierungsabteilung in den Jahren 2004/2005 geprüft hat. Die Ex-post-Evaluierungen erfolgen drei bis fünf Jahre nach Projektende und sollen Nachhaltigkeit, Effizienz, Effektivität und entwicklungspolitische Relevanz der Vorhaben ermitteln. Der Evaluierungsbericht erscheint alle zwei Jahre.

KfW-Vorstandsmitglied Wolfgang Kroh zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. Eine Entwicklungsbank dürfe nicht der Versuchung erliegen, Risiken zu umgehen und eine hundertprozentige Erfolgsquote anzustreben. Auf langfristige Wirksamkeit zielende Entwicklungszusammenarbeit sei mit Risiken verbunden. Als Beispiel nannte Kroh die Grameen Bank von Friedensnobelpreisträger Mohammad Yunus: Als die KfW sich vor vielen Jahren entschlossen habe, die Grameen Bank zu fördern, sei das eine „relativ riskante Entscheidung“ gewesen, weil das Mikrokredit-Konzept noch nicht erprobt gewesen sei. Heute werde der Ansatz auf der ganzen Welt erfolgreich zur Armutsbekämpfung eingesetzt. (ell)