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Philippine soldiers stopping a coup attempt in 2007©picture alliance / dpa

[ Militär ]

Triste Normalität

Wer in Kalkutta zum ersten Mal ein Areal mit Offizierswohnungen besucht, gerät ins Staunen. Während der öffentliche Raum in dieser 15 Millionen Metropole generell zu verwahrlosen scheint, wirkt hier plötzlich alles gut gepflegt. Ernstzunehmende Stimmen sagen denn auch, das Militär sei in Indien die staatliche Institution, die am zuverlässigsten funktioniert. »» weiterlesen

[ Multilaterale Institutionen ]

Die Vorstellungen des Vordenkers

Die Ideen von Justin Yifu Lin werden die Politik der Weltbank prägen. Seit Juni ist der chinesische Wissenschaftler ihr Chefökonom – als erster Volkswirt aus einem Entwicklungsland überhaupt. Lins Werk kreist um komparative Kosten - vorteile im internationalen Wettbewerb. Damit steht er in der Tradition der Freihandelsschule, die der Klassiker David Ricardo im 19. Jahrhundert begründete. [ Ronny Bechmann, Gerhard Ressel und Oliver Lerbs ] »» weiterlesen

[ Militär ]

Bauarbeiter in Uniform

Kein Putsch weit und breit. Heute scheint das Militaär in Lateinamerika schwaächer als je zuvor und die zivile Kontrolle stärker. Haben die lateinamerikanischen Generäle ihr Herz für die Demokratie entdeckt? Ist der internationale Druck, Menschenrechte zu respektieren, so groß, dass das Militär zwangsläufig in den Kasernen bleibt? Oder haben die Diktaturen – wie böse Zungen behaupten – ihr Ziel erreicht und werden nicht mehr benötigt? Wie immer gibt es mehr als eine Antwort. [ Von Sheila Mysorekar ] »» weiterlesen

[ Geberharmonisierung ]

„Ein großer Schritt nach vorn"

Die Accra Agenda for Action (AAA) ist das Ergebnis einer multilateralen Konferenz in Ghanas Hauptstadt Anfang September. Die AAA soll die Umsetzung der Pariser Erklärung zur Steigerung der Wirksamkeit von Entwicklungshilfe von 2005 beschleunigen. Eckhard Deutscher, Vorsitzender des OECD Entwicklungsausschusses (DAC), diskutiert das Resultat von Accra. [ Interview mit Eckhard Deutscher ] »» weiterlesen

[ Kommentar ]

Neuer Präsident, alter Krieg

In Pakistan eskaliert die Gewalt. Deshalb müssen die USA mit den gewählten politischen Führern des Landes zusammenarbeiten. Sonst wird die Lage nur noch schlimmer. [ Von S. Akbar Zaidi ] »» weiterlesen

[ Befreiungsbewegungen ]

Autoritäre Attitüden nach der Unabhängigkeit

Wenn Befreiungsbewegungen die Macht ergreifen, prägt häufig militärisches Denken den Regierungsstil. Es benutzt die Kategorien Befehl und Gehorsam sowie Sieger und Verlierer. Beispiele dafür gibt es unter anderem im südlichen Afrika. Demokratischer Diskurs im Interesse des Gemeinwohls müsste anderen Regeln folgen. [ Von Henning Melber ] »» weiterlesen

[ Kommentar ]

Keine Wahl, nur Hoffnung

Simbabwes Präsident Robert Mugabe und die Oppositionsführer Morgan Tsvangirai und Arthur Mutambara haben im September ein Machtteilungsabkommen unterzeichnet – nach Jahren der Rivalität und einem von Gewalt gezeichneten Wahlkampf. Die Simbabwer sehnen sich nach politischer und wirtschaftlicher Stabilität, wie sie zuletzt vor zehn Jahren herrschte. [Von Jennifer Dube] »» weiterlesen

[ Kommunale Politik ]

Vertane Chancen der Migration

Im Jahr 2050 werden voraussichtlich 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Die mit der Urbanisierung durch Migration einhergehenden Veränderungen bieten Chancen. Ohne rechtzeitige Strategien zur Verbesserung städtischer Governance kann Migration aber auch Entwicklung beeinträchtigen. Fachleute fordern ein Umdenken in der Politik. »» weiterlesen

[ Sexualisierte Kriegsverbrechen ]

Suche nach Gerechtigkeit

Damit Gewaltmentalität nach bewaffneten Konflikten nicht weiter die Geschlechterbeziehungen prägt, müssen Verbrecher bestraft werden, um auch Opfern zu helfen, ihre Würde wieder zu erlangen, soweit möglich. Das ist leichter gesagt als getan. [ Von Rita Schäfer ] »» weiterlesen

[ Militär und Politik ]

Ausgesprochen präsent

Die Streitkräfte der Philippinen spielen in der Politik des Landes eine wichtige Rolle. Ihre Geschichte ist eine von Aufstandsbekämpfung – und gelegentlichem Präsidentensturz. [ Von Alan C. Robles ] »» weiterlesen

[ Türkei ]

Eigenmächtige Hüter des Säkularismus

Er fehlt in keiner Amtsstube, keinem Restaurant oder öffentlichen Platz: Mustafa Kemal Atatürk, der Gründer der türkischen Nation, ist allgegenwärtig – ob als Foto oder Statue. Auf ihn berufen sich viele, die der demokratisch legitimierten Regierung des Landes schleichende Islamisierung vorwerfen. Dazu gehören die Befehlshaber des Militärs. [ Von Canan Topçu ] »» weiterlesen

[ Mikrofinanzwesen ]

Überfällige Neuorientierung

Unter den Anbietern von Kleinkrediten wächst der Wettbewerb. Es zeichnet sich eine Polarisierung ab zwischen eher „kommerziell“ orientierten Mikrofinanzinstitutionen und solchen, die teure, aber sozialpolitisch sinnvolle Produkte anbieten. Letztere dürften auf Dauer auf Subventionen angewiesen sein, was freilich Ziel und Selbstverständnis der Mikrofinanz widerspricht. [ Von Bernd Balkenhol ] »» weiterlesen

[ Geberharmonisierung ]

Accra Agenda weist die Richtung

Anfang September einigten sich bei einer multilateralen Konferenz in Ghana die Regierungen von Geber- und Empfängerstaaten auf Maßnahmen, um die Wirksamkeit von Entwicklungshilfe zu steigern. Zivilgesellschaftliche Organisationen nannten die Abschlusserklärung einen „Schritt in die richtige Richtung“, forderten jedoch weitergehende Reformen. »» weiterlesen

Entwicklung & Zusammenarbeit

E+Z Ausgabe

Nr. 09 2008, 49. Jahrgang, September 2008

InWEnt - Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH
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