E+Z - Entwicklung und Zusammenarbeit (Nr. 9, September 1999, S. 253-255)


Immanuel Wallerstein (1930 ­ )
Alle Entwicklung ist eingebettet im kapitalistischen Welt-System

Christoph Antweiler


Immanuel Wallerstein entwickelte eine politökonomische, historisch und vergleichend angelegte Makrotheorie der Entwicklung, insbesondere des Kapitalismus. Die zentrale Aussage ist, dass der Wandel einzelner Länder nicht ohne weltweiten Blick zu verstehen ist, ja, dass Entwicklung schon seit dem 16. Jahrhundert, also schon lange vor der jetzigen Globalisierung, durch ein die ganze Welt umspannendes wirtschaftlich einheitliches, aber politisch nicht integriertes System bestimmt wird. Als globaler Erklärungsansatz ist die World-Systems Theory (eng verwandt mit den Ansätzen der Dependenztheorie) heute der Hauptkonkurrent der Modernisierungstheorie und eine Alternative zu gängigen Globalisierungstheorien.



I.

Immanuel Wallerstein wurde 1930 in New York geboren. Er promovierte 1959 an der Columbia University, wo er sich 1968 auch in der Reformbewegung engagierte. Von 1955 bis 1970 forschte er hauptsächlich zur Kolonialgeschichte Afrikas, seine Veröffentlichungen dazu bezeugen sein politisches Engagement. 1971 ging Wallerstein an die McGill University in Montreal. Seit 1976 ist er Distinguished Professor of Sociology an der State University of New York (SUNY) in Binghampton im Staat New York. Bis heute arbeitet er dort als Direktor des von ihm gegründeten "Fernand Braudel Center for the Study of Economies, Historical Systems, and Civilizations". Sein großes Œuvre zeigt ihn hauptsächlich als Koloninalhistoriker Afrikas und historisch orientierten Wirtschaftssoziologen.


II.
Quellen für Wallersteins Theorie

Wallerstein stellt sich einigen Kernfragen der makroskopisch orientierten historischen Entwicklungstheorie. Was waren die spezifischen Ursprünge der Herausbildung des Kapitalismus seit dem 16. Jahrhundert? Worin bestehen die wichtigen Transformationen der Welt im Zeitalter der Moderne? Wie ist die Herausbildung der "Ersten", "Zweiten" und "Dritten Welt" zu verstehen und wie die jetzige Auflösung dieser Kategorien? Wallerstein stellte seine Ideen erstmals 1974 in seinem Werk "The Modern World System" vor. Er entwickelt seinen Ansatz nicht in abstrakter Form, sondern anhand einer historischen Darstellung in einem auf insgesamt vier monumentale Bände angelegten Werk (bislang erschienen 1974, 1984, 1988). Das Wort "Weltsystem" selbst geht bis auf die 1930er Jahre zurück, als es vom deutschen Historiker Rorig verwendet wurde. Inhaltlich greift Wallerstein aber vor allem auf drei Quellen zurück, die sämtlich materialistisch argumentieren: 1) den Marxismus, (2) die französischen Historiker der "Annales"-Schule und (3) die Dependenztheorien.

Von Marx nimmt Wallerstein das Konzept des Kapitals und von Lenin das der Ausbeutung als Ausgangspunkte. Anders als Marx stellt er jedoch nicht Lohnarbeit und den Klassenkampf in den Mittelpunkt. Klassen werden nach Wallerstein nur in besonderen Konfliktsituationen bedeutsam, und die Produktionsverhältnisse sind weniger bedeutsam als der Austausch. Wallersteins Fokus auf Makrosysteme geht auf den französischen Historiker Fernand Braudel zurück. Braudel hatte weit gespannte Netzwerke in historischen Großreichen beschrieben. Lange Handelsketten verknüpften weit entfernte Regionen und deren Dynamiken, und diese (von Braudel "Weltwirtschaften" genannten) Wirtschaftsnetzwerke der Imperien bestanden, bevor es zur Herausbildung von Nationalökonomien kam. Beispiele sind das antike Phönizien, Karthago in seiner Glanzzeit, die hellenistische Welt und das Reich Moskovien, das bis zum 18. Jahrhundert eine eigenständige "Weltwirtschaft" war, die durch Handelswege mit dem Orient, mit Indien, China, Zentralasien und Sibirien verbunden war. Diese Weltwirtschaften standen politisch unter einem Herrschaftszentrum und hatten sämtlich keine globale Ausdehnung. Untereinander tauschten sie Luxusgüter aus, nicht dagegen lebenswichtige Handelsgüter und Massengüter.

Die dritte Quelle der Theorie waren Arbeiten im Rahmen der Abhängigkeitstheorien (dependencia). Diesen Theorien, die die Modernisierungstheorien mit ihren internen Erklärungen und Rezepten nachholender Entwicklung kritisieren, steht Wallerstein besonders nahe. Die Hauptidee, die er hier übernahm, ist die Aussage, dass "Unterentwicklung" in einigen Weltteilen das Resultat der "Entwicklung" in anderen, nämlich das Ergebnis ungleichen Tausches zwischen Zentren und Peripherien ist (André Gunder Franks berühmtes Diktum der "Entwicklung der Unterentwicklung"). Im Unterschied zur Dependenztheorie stehen bei Wallerstein jedoch nicht ökonomische Einheiten, sondern Staaten im Zentrum. Staaten stabilisieren den Kapitalismus, indem sie die Kosten absorbieren und die (z. B. durch Widerstandsbewegungen) auftretenden Probleme managen.


Das Konzept des Welt-Systems

Ein Welt-System (world-system oder world-economy) im Sinne Wallersteins ist einfach gesagt ein System der weltweiten Arbeitsteilung. Es besteht aus einem Netzwerk von Produktions- und Tauschbeziehungen und bildet in Bezug auf Rohstoffversorgung eine autonome Welt für sich. Es ist eine ökonomische Einheit mit einer einheitlichen Arbeitsteilung, aber keine politische Einheit, und es enthält mehrere kulturelle Subsysteme. In der Neuzeit waren Nationalstaaten die Träger des Systems; sie sind jedoch keine notwendige Voraussetzung für das Existieren und Weiterbestehen eines Welt-Systems.

Historisch gab es mehrere solcher Welt-Systeme. Prämoderne Systeme waren World Empires oder sog. Mini-Systems, die ihrerseits eine einheitliche Kultur aufwiesen. Die Mini-Systeme verloren ihre Eigenständigkeit zunehmend dadurch, dass sie den Handelsimperien durch Tribute angeschlossen wurden. Keines der prämodernen Welt-Systeme hatte globale Reichweite, außerdem war der Austausch zwischen diesen früheren Systemen auf Luxusgüter beschränkt. Die Imperien gingen letztlich zugrunde, weil das akkumulierte Kapital, da es prinzipiell begrenzt war, nicht zur politischen Stabilisierung reichte.

Das "moderne Welt-System" (modern world-system, genauer modern capitalist world-system) entstand nach Wallerstein im "langen 16. Jahrhundert" zwischen 1450 und 1640 in Europa. Es war das Resultat einer Krise des Feudalismus (Bauernrevolten, Kriege, Seuchen, Hunger), die nur dadurch aufgefangen werden konnte, dass der Staat die Feudalherren rechtlich stützte. Die historische Lösung der Krise bestand in 1) geographischer Expansion, 2) der Bildung von Nationalstaaten und 3) einer neuen weltweiten Arbeitsteilung. Das Welt-System gründet auf marktwirtschaftlicher Organisation und umspannt als erstes System den ganzen Globus; seit der Mitte des 16. Jahrhunderts existiert nur noch ein einziges Welt-System. Dieses hat folgende Kennzeichen:

  1. Das Welt-System ist eine ökonomische Einheit, aber keine politische. Wirtschaftliche Entscheidungen werden in Bezug auf die ganze Welt, politische dagegen nur im Rahmen kleinerer Einheiten getroffen. In früheren Zeiten waren das Reiche und Stadtstaaten; im modernen Welt-System sind es Nationalstaaten.
  2. Es existiert eine globale Arbeitsteilung. Produktion, Handel und Arbeit sind in bestimmten Regionen eng verknüpft. Das Welt-System basiert auf Handelsnetzen, die über Staatsgrenzen hinausreichen.
  3. Der Hauptmotor für die Dynamik des Systems ist das Prinzip nicht nur der Akkumulation von Kapital, sondern der unbegrenzten Akkumulation. Diese Kapitalakkumulation führt zur Konkurrenz zwischen Staaten um Arbeitskräfte, Rohstoffe und Märkte.
  4. Da Kapitalismus auf dem Prinzip der unbegrenzten Akkumulation basiert, tendiert das System zur Expansion, also zur Einbeziehung noch nicht integrierter Wirtschaften (noch nicht peripherisierte "externe Arenen"). Der Prozess der Expansion ist historisch weitestgehend abgeschlossen.
  5. Da die Expansion ungleich verläuft, entstehen strukturell ungleich entwickelte Zonen als Subsysteme des einen Welt-Systems. Die Position von Elementen des Systems, z. B. von Staaten, ändert sich in der Zeit.
  6. Die Konkurrenz führt immer wieder zu Krisen im Welt-System, z. B. durch Überproduktion. Das System ist durch lange Wellen von Stagnation und Dynamik gekennzeichnet. Jede Krise hat bislang zu einer Transformation des ganzen Welt-Systems geführt.
  7. Bewegungen gegen die Struktur des Welt-Systems, sog. "antisystemische Bewegungen" (1984), sind eine normale Komponente des Welt-Systems.

Ich spreche hier bewusst von "Welt-System" und nenne den Ansatz Wallerstein folgend ausdrücklich "Theorie des Welt-Systems" (mit Bindestrich). Wallerstein legt Wert auf den Bindestrich. Er will betonen, dass es sich nicht um ein System "in der Welt" handelt, sondern um ein System, das als solches eine Welt darstellt. Streng genommen müsste der Ansatz "Theorie der Welt-Systeme" heißen, denn Wallerstein geht davon aus, dass es auch vor dem 16. Jahrhundert schon solche Systeme gab, von denen historisch nur eines überlebt hat. Als seine Vorläufer bei dieser Annahme können Oswald Spengler und Arnold Toynbee gelten, die die bis zum 19. Jh. übliche lineare eurozentrische Geschichtsauffassung durch den Hinweis auf außereuropäische "Kulturkreise" oder "Zivilisationen" widerlegten.


Kern, Peripherie und Semiperipherie

Wallerstein unterscheidet innerhalb des modernen Welt-Systems drei strukturelle Einheiten, genannt "Zonen": das Zentrum, die Peripherie und dazwischen eine Semiperipherie. Diese Zonen sind von zentraler Bedeutung für die Entwicklung, da die Position eines Staates oder einer sozialen Gruppe innerhalb dieser Zonen die entscheidende Determinante des internen politischen Geschehens in diesem Staat bzw. in dieser Einheit darstellt.

Die Zonen sind primär strukturell zu verstehen, bezeichnen aber meist auch räumliche Einheiten. Die Unterscheidung wird nach folgenden Kriterien getroffen: verfügbares Kapital, Modernität der Arbeitsverhältnisse, Umfang technischen Wissens, Handelsintensität, Lebensweise der Bevölkerung und politisch-militärische Macht (siehe Tabelle).

Vom Zentrum bzw. Kern (core) geht die Verbreitung von Institutionen, Erziehungsweisen, politischen Ideologien und Technologien aus. In der embryonalen Phase waren England, die Niederlande und Frankreich die Kernstaaten (core states), die in Konkurrenz standen. Die Peripherie wurde z. B. Mitte des 17. Jahrhunderts von Osteuropa, Nordeuropa und Lateinamerika gebildet.

Die Untersuchungseinheit der meisten Welt-System-Studien sind Staaten. Entweder werden "von unten nach oben" die Auswirkungen von Wandlungen einzelner Komponenten des Welt-Systems, z. B. von Staaten, auf das ganze System untersucht; oder es wird "von oben nach unten" nach den Konsequenzen der Dynamik des ganzen Systems für bestimmte Komponenten gefragt.

Hier ergeben sich Anknüpfungspunkte an moderne Globalisierungsstudien (Axford 1995), obwohl diese auch eine entstehende politische Weltstruktur und kulturelles Zusammenwachsen annehmen. Die konkreten Analyseschwerpunkte von empirischen Untersuchungen im Rahmen von Wallersteins Theorie sind a) Produktions- und Austauschsysteme, b) Verflechtung verschiedener Produktionsweisen und c) die ungleiche Stellung lokaler oder regionaler Wirtschaften im Welt-System.


Kritik und produktive Kontroversen

Von Anfang an wurde Wallersteins Theorie kontrovers diskutiert. Kritiker monieren, dass seine Ausführungen in den Beispielen historisch oft ungenau seien. Andere sagen, er vernachlässige die Rolle spezifisch westeuropäischer Werte. Manche Autoren werfen ihm wirtschaftlichen Reduktionismus vor. Berechtigt ist der Vorwurf, dass Wallerstein die Kernbegriffe nirgendwo klar definiert. Besonders Ethnologen kritisieren, dass er den Begriff der Kultur verwendet, wenn er doch nur die Staatsideologie meint, die der Durchsetzung der Machtträger im Zentrum nützt. Schließlich übersehe er, ebenso wie die Depenztheoretiker, weitgehend die Gegenreaktionen und die Gegenmacht in der Peripherie.

Die Hauptfragen, um die es in den derzeit produktiven Debatten (z. B. Shannon 1996 und die Beiträge in Frank & Gills 1996) geht, sind die folgenden:

  • Ist die Unterentwicklung der Peripherie Nebeneffekt oder tatsächlich Voraussetzung der Entwicklung der Kerne?
  • Wie ist die Unterscheidung Kern, Semiperipherie, Peripherie zu operationalisieren, vor allem für vergleichende Studien?
  • Sind es eher äußere Faktoren, wie der Markt, oder eher innere Kräfte, wie die Sozialstruktur in einem Staat, die Entwicklung steuern?
  • Wie stark ist die Rolle von Staaten in der Struktur des Welt-Systems; wie autonom sind sie?
  • Ist die Theorie des Welt-Systems eine fruchtbare und weniger ideologische Erweiterung der marxistischen Theorien oder aber, wegen der geringen Betonung von Klassen, eine Karikatur marxistischer Theorie?
  • Existiert tatsächlich nur ein System mit einer einzigen (der kapitalistischen) Produktionsweise, oder handelt es sich zwar um ein einziges Austauschsystem, das aber mehrere Produktionsweisen umgreift?
  • Schließlich: entstand das moderne Welt-System tatsächlich erst vor 500 Jahren als völlig neue Struktur, oder ist es nur eine neuere Ausformung eines Systems, das seit ca. 5000 Jahren besteht (Diskussion in Frank & Gills, 1996)?


III.

Der Einfluss der Theorie des Welt-Systems auf die internationale Theorielandschaft ist enorm groß und betrifft vor allem die Disziplinen Soziologie, Politische Ökonomie und Geschichtswissenschaft. Wallersteins Opus von 1974 gehört zu den meistzitierten Schriften der Sozial- und der Geschichtswissenschaften der Nachkriegszeit. Der Höhepunkt der Rezeption war in den 1980er Jahren. In der nordamerikanischen Soziologie gehört diese Theorie trotz ihrer Umstrittenheit mittlerweile zum Mainstream. Wallerstein begründete eine sehr aktive Schule, die die Makroentwicklungstheorie vor allem in den Vereinigten Staaten dominiert.

Dies beruht auch auf den organisatorischen Aktivitäten Wallersteins. Das oben genannte "Fernand Braudel Center" gibt internationalen Wissenschaftlern aus verschiedenen Fächern die Möglichkeiten der Lehre und Forschung zum Welt-System. Eine eigene Zeitschrift mit dem Titel Review (ab 1971) diskutiert die Theorie und gibt auch den Gegnern Wallersteins ausgiebig Raum für ihre Argumente. Wie fruchtbar sein Ansatz für die Forschung ist, zeigt sich daran, dass er kritisiert, verfeinert, empirisch erweitert und empirisch getestet wird. Die empirisch genauesten Überprüfungen wurden mittels systematischen diachronen Vergleichen von Hunderten räumlich und zeitlich gestreuten Kulturen durchgeführt (z. B. Bradley et al. 1990).

Die andauernden lebhaften Debatten bezeugen die theoretische Fruchtbarkeit; der Einfluss auf die Entwicklungspraxis blieb jedoch gering. Dies liegt wohl an der grundsätzlich historischen Ausrichtung und am hohen Abstraktionsgrad. Diese geringe Praxiswirkung steht in Gegensatz zu Wallersteins sozialistischen Ambitionen in seinen frühen Schriften und zur andauernd intensiven Beschäftigung mit den historischen Lehren, die er für die Zukunft zu ziehen vorschlägt. So skizziert Wallersteins neuestes Buch (1998) positive Utopien.


IV.

Wallersteins Theorie war neben der Dependenztheorie der erste Ansatz, der Zusammenhänge von Staaten und kleineren sozialen Systemen nicht nur beschrieb oder darüber spekulierte, sondern systematisch modellierte. Die Theorie stellt einen historischen Ansatz innerhalb der Richtung Politische Ökonomie dar. Anders als die Dependenztheorien argumentiert Wallerstein mit Vergleichen in weltweitem Rahmen und mit historischem Tiefgang. Seine Theorie ist weniger als präzise Kausalverknüpfung denn als ein "Ansatz", als ein fruchtbarer Orientierungsrahmen für empirische Studien zu sehen. Damit weist er über die weitgehend ahistorischen Modernisierungstheorien einerseits hinaus und entwickelt gleichzeitig Gedanken des Marxismus und der Dependenztheorien weiter. Als besonders fruchtbar hat er sich für Historiker erwiesen, die einen globalen Ansatz haben und erklärende Modelle suchen. Für die Entwicklungstheorie ist der globale Aspekt dieses Ansatzes zentral.

Es sind oft einfache, aber wirkmächtige Bilder, die Entwicklungsvorstellungen prägen, z. B. das Bild der Entfaltung immer schon vorhandener Potentiale im Begriff Entwicklung/evolution. Den historischen Prozess der Globalisierung stellen sich viele als kleinen Kern vor, an den immer mehr Außenschichten angefügt werden, bis die ganze Welt gefüllt ist. Das aus Wallersteins Ansatz folgende Bild scheint demgegenüber realistischer: das eines zunächst noch dünnen Weltrahmens, der historisch früh entstand und der stufenweise mit einem immer dichteren inneren Geflecht gefüllt wurde und noch wird.

Tabelle zur Struktur des Welt-Systems


Schriften von Immanuel Wallerstein:
I. W. (1974): The Modern World-System. Capitalist Agriculture and the Origins of the European World-Economy in the Sixteenth Century. New York, Academic Press (dt.: Das moderne Welt-System. Frankfurt 1986)
­ (1980): The Modern World System II: Mercantilism and the Consolidation of the European World-Economy. New York, Academic Press
­ (1984): The Politics of the World-Economy. The States, the Movements, and the Civilizations. Cambridge , Cambridge University Press
­ (1988): The Modern World-System III: The Second Era of Great Expansion of the Capitalist World-Economy, 1730-1840. San Diego (Cal.), Academic Press
­ (1998) Utopistics. Or, Historical Choices of the Twenty-first Century. New York, New Press

Schriften zu Immanuel Wallerstein:
Andre Gunder Frank, Barry K. Gills (eds., 1996): The World System. Five Hundred Years or Five Thousand? London, Routledge
Thomas R. Shannon (1996): An Introduction to the World-System Perspective. Boulder (Col.), Westview Press

Weiterführende Schriften:
Barrie Axford (1995): The Global System. Economics, Politics and Culture. London, Polity Press
Candice Bradley, Carmella Moore, Michael Burton, Douglas White (1990): A Cross-Cultural Historical Study of Subsistence Change, in: American Anthropologist 92:447-457
Christopher Chase-Dunn, Thomas D. Hall (1997): Rise and Demise. Comparing World-Systems. Boulder (Col.): Westview Press


Prof. Dr. Christoph Antweiler lehrt Ethnologie am FB IV der Universität Trier. Promotion zum Thema "Kulturevolution als transgenerationaler Wandel", Feldforschung in Sulawesi/Indonesien. Forschungsinteressen: Kognition, Stadtkultur, interethnischer Umgang, praxisorientierte Ethnologie, Lokales Wissen; regional: Süd- und Südostasien, insbes. Indonesien



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