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Gewaltsame Konflikte prägen die Entwicklung in einzelnen Ländern und ganzen Regionen über Jahre hinweg. Auch dort, wo sich ethnische, soziale und politische Spannungen nicht in Kriege und Bürgerkriege entwickelt haben, bestimmen Aggressionen und Gewalt den Alltag der Bevölkerung. Wer unter destruktiven und instabilen Bedingungen lebt oder, schlimmer noch, aufwachsen muss, reproduziert Vorurteile und Gewalt meist unreflektiert. Doch Frieden lässt sich entwickeln, Spannungen und Vorurteile lassen sich abbauen. Inwent setzt sich in zahlreichen Programmen und Projekten für die Friedensentwicklung und die gesellschaftliche Erneuerung in Krisenregionen ein. Gemeinsam mit Institutionen und Organisationen vor Ort arbeiten wir daran, die Menschen in unseren Partnerländern zu ermutigen und in die Lage zu versetzen, selbstständig Wege zum Frieden zu finden und Konflikte als produktive Kräfte anzusehen. Ein Beispiel hierfür ist das Programm "Friedenserziehung in Zentralamerika und Kolumbien", in dem ein konstruktiver Umgang sowohl mit Gewalt als auch mit althergebrachten Rollen vermittelt wird. Der einjährige Kurs, der auf der Inwent-Internet-Plattform Global Campus 21® begleitet wird, ist dreistufig angelegt. Die Teilnehmer erlernen Wissen zu Konflikttransformation, Menschenrechten oder Gender, sie arbeiten mit am Aufbau eines friedenspädagogischen Netzwerkes und legen das gesellschaftliche Fundament für eine friedliche Zukunft.
Eine wichtige Rolle bei der Friedensentwicklung spielen die Medien. Sie können Menschen in vielerlei Hinsicht beeinflussen. Freie und unabhängige Medien sind in der Lage, Vorurteile abzubauen und Menschen zur Kooperation zu bewegen. Das ist keine einfache Aufgabe: Die Mitarbeiter von Massenmedien in Entwicklungs- und Transformationsländern, die in oder über Krisenregionen und Konflikte berichten, müssen eine schwierige Rolle erfüllen. Die Weiterbildungsprogramme des Internationalen Instituts für Journalismus (IIJ) unterstützen die Teilnehmer darin, dieser Rolle gerecht zu werden. Sie werden dazu in die Lage versetzt, kritisch und verantwortungsvoll zu berichten und mit dazu beizutragen, gewalttätige Konflikte zu bewältigen oder gar nicht erst ausbrechen zu lassen. Für Print- und Onlinejournalisten aus den Ländern der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Economic Community of West African States, ECOWAS) bietet das IIJ einen zweiwöchigen Kurs in Ghana an, in dem die Bedingungen und Grenzen der konfliktsensitiven Berichterstattung ausgelotet und Möglichkeiten gesucht werden, Kriege durch den Einfluss der Medien zu verhindern.