Schriftgröße

Eine Schriftgröße niedriger
Schriftgröße 9
Schriftgröße 10
Schriftgröße 11
Schriftgröße 12
Schriftgröße 13
Eine Schriftgröße höher
 

Sie befinden sich hier: Startseite / Internationale Zusammenarbeit / Frieden / Krisenprävention

Frieden

Krisenprävention

In der Millenniumserklärung der Vereinten Nationen hat sich die internationale Staatengemeinschaft verpflichtet, Frieden und Entwicklung überall auf der Welt zu fördern. Doch immer noch herrschen über den Erdball verstreut Kriege und gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen und innerhalb von Staaten. Viele andere Länder stehen am Rande von Bürgerkriegen, immer wieder flammt die Gewalt aufgrund sozialer, wirtschaftlicher oder politischer Konflikte auf. Entwicklung ist aber nur in friedlichen, stabilen Gesellschaften möglich. Entwicklungspolitik hat daher auch die Aufgabe, gewaltsame Konflikte zu verhindern und einen friedlichen Interessenausgleich zu unterstützen.

Das kann unter anderem geschehen, indem die strukturelle Stabilität von Ländern in Krisenregionen gestärkt und die Fähigkeit ausgebaut wird, Konflikte friedlich auszutragen. Dazu müssen Führungs- und Nachwuchskräfte in die Lage versetzt werden, die eigentlichen Gründe für bestimmte Konflikte zu analysieren und zu verstehen. Auf dieser Grundlage können mögliche Lösungswege erarbeitet werden, die zumindest dazu beitragen, dass Spannungen sich nicht in Gewalt entladen. Wichtig dabei ist: je früher mit der Krisenprävention und dem Abbau struktureller Spannungen begonnen wird, desto Erfolg versprechender sind sämtliche Maßnahmen.

Davon profitieren bei weitem nicht nur die Länder in Krisenregionen, sondern auch die Partner in den Industrieländern. Denn Kriege und gewalttätige Konflikte beeinflussen über ihre Regionen hinaus die Stabilität auf der ganzen Welt. Instabile Staaten sind ein idealer Nährboden für internationale Terroristen oder organisierte Kriminalität. Daher hat die Krisenprävention in der Arbeit von Inwent einen hohen Stellenwert. Mit zahlreichen Programmen zum Aufbau stabiler gesellschaftlicher und politischer Strukturen, mit Instrumenten zur Konfliktbearbeitung und zum Management gewaltfreien gesellschaftlichen Wandels setzen wir uns für Krisenprävention und friedliche Konfliktlösungen zur Armutsminderung und nachhaltigen Entwicklung ein.

Beispielhaft für unseren Ansatz steht unser Programm zur Entwicklungsdiplomatie (Development Diplomacy Programme, DDP). Es vermittelt Führungs- und Nachwuchsführungskräften aus Regierungen das nötige Know-how, um die Interessen ihrer Länder im internationalen Diskurs auf Augenhöhe zu vertreten, Sicherheits- und Friedenspolitik stehen dabei im Mittelpunkt, vor allem im Kontext regionaler und internationaler Zusammenarbeit. In einem Trainingskurs, der im Rahmen des DDP am Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC) in Ghana angeboten wird, konzentrieren sich beispielsweise Regierungsmitarbeiter aus Ländern Afrikas südlich der Sahara auf afrikanische und internationale Sicherheits- und Friedenspolitik. Das KAIPTC, mit dem Inwent eng zusammen arbeitet, ist seit seiner Gründung im Jahr 2003 zu einer der wichtigsten Institutionen Westafrikas bei der Krisenprävention und der Friedensforschung geworden.

Ein weiteres Programm, mit dem Inwent dazu beiträgt, die nötigen Strukturen zur Krisenprävention aufzubauen, ist das Capacity Building für Laienrichter im Andenraum, insbesondere in Peru und Ecuador. Dort hat sich in den ländlichen Gebieten aufgrund von Defiziten in der staatlichen Justiz eine informelle Justiz entwickelt, die inzwischen von staatlichen Verfassungen auch anerkannt ist. Doch die indigenen Rechtssysteme können nicht immer sicherstellen, dass die Menschenrechte gewahrt werden. Gezielt wird daher in den Inwent-Weiterbildungen daran gearbeitet, die Standards der indigenen Rechtssysteme den internationalen Menschenrechten anzupassen.


Themenportale und Suche

Erweiterte Suche

Kontakt

Sonja Vorwerk-Halve

Fon + 49 228 4460-1721

Zum Kontaktformular