Direkt zum Inhalt oder zur Hauptnavigation oder zum Seitenabschluss.
Sie befinden sich hier: Startseite / Internationale Zusammenarbeit / Gute Regierungsführung / Internationale Politik

Globale Herausforderungen lassen sich nur durch globale Anstrengungen lösen. Viele Probleme, mit denen Entwicklungs- und Transformationsländer, aber auch die Industrieländer konfrontiert sind, machen an Staatsgrenzen nicht halt. Die Anforderungen, die beispielsweise der Schutz der Umwelt und Ressourcen stellt, können ohne internationale Politik nicht bewältigt werden. Vor einer möglichen Lösung steht immer ein Konsens über das Ziel und den Weg, auf dem eine Lösung erreicht werden kann. Auch die Themen Sicherheit und Krisenprävention müssen länderübergreifend gestaltet werden, weil die gewalttätigen Konflikte eines Landes meist auch die Nachbarstaaten der Region betreffen.
Zudem hat sich das Verständnis von Entwicklungszusammenarbeit verändert. Seit in der Paris-Deklaration 2005 die Eigenverantwortung der Entwicklungsländer für ihre Zukunft anerkannt wurde, ist die internationale Zusammenarbeit ins Zentrum der Entwicklungspolitik gerückt. Die Entwicklungs- und Transformationsländer müssen sich auf dem internationalen Parkett behaupten können. Immer komplexer wird das Geflecht aus nationalen und internationalen Regelwerken in Wirtschaft und Politik. Diese Regeln müssen beherrscht werden, damit Entwicklungsländer aktiv an globalen Lösungen mitarbeiten und ihre nationalen sowie regionalen Interessen auf großer Bühne vertreten können.
Inwent unterstützt ihre Partnerländer dabei, sich für die Anforderungen zu qualifizieren, die die Eigenverantwortlichkeit und internationale Politik mit sich bringen. Unser Programm zur Entwicklungsdiplomatie (Development Diplomacy Programme, DDP), vermittelt Führungskräften aus Regierungen das nötige Know-how, um die Interessen ihrer Länder im internationalen Diskurs auf Augenhöhe zu vertreten. Die Programme behandeln Außenwirtschafts- und Sicherheitskooperation, Krisenprävention und Konfliktmanagement.
Grundlegend für unsere Programme zur internationalen Politik ist das Ankerlandkonzept des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Ankerländer sind Schlüsselländer für die Entwicklung in ihrer Region. Sie haben aufgrund ihrer politischen oder wirtschaftlichen Bedeutung Einfluss auf die Stabilität, Prosperität und Armutsreduzierung in den Nachbarländern. Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) bietet Inwent den Kurs "Managing Global Governance" (MGG) für politische Nachwuchsführungskräfte aus den Ankerländern an. Die Teilnehmer aus Ägypten, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko und Südafrika haben ein halbes Jahr lang die Möglichkeit, mit Experten aus Deutschland und miteinander über zukunftsfähige Wege der Zusammenarbeit zu diskutieren.
Internationale Politik schließt die Zusammenarbeit mit den Ländern in Ost- und Südosteuropa mit ein. Nach dem Ende des Kalten Krieges ist auf die Länder der Europäischen Union (EU) eine Vielzahl von neuen Aufgaben zugekommen. Manche Länder Osteuropas sind dem politischen Bündnis bereits beigetreten, weitere Kandidaten in Südosteuropa werden derzeit noch an die EU herangeführt. Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Marktwirtschaft, aber auch Umweltbelange und Konfliktbewältigung sind die Schwerpunktthemen, bei denen Inwent die Länder Ost- und Südosteuropas unterstützt. Das Projekt "EU-Heranführung Südosteuropa" beinhaltet zum Beispiel Komponenten für die Stärkung dezentraler Strukturen, für die Fortbildung der lokalen und der zentrale Verwaltungsebene.