Schriftgröße

Eine Schriftgröße niedriger
Schriftgröße 9
Schriftgröße 10
Schriftgröße 11
Schriftgröße 12
Schriftgröße 13
Eine Schriftgröße höher
 

Sie befinden sich hier: Startseite / Internationale Zusammenarbeit / Soziale Entwicklung / Bildung

Bildung

Bildung

Bildung und Wissen sind grundlegende Voraussetzungen für Entwicklungen. Nur mit Bildung und Wissen sind Menschen dazu in der Lage, ihre Welt zu gestalten. Das Recht auf Bildung ist ein eigenständiges Menschenrecht und – mehr noch – ein zentrales Mittel, um Menschenrechte überhaupt durchzusetzen. Bildung und Wissen befähigen Menschen, sich für ihre eigenen Belange und auch für die Rechte anderer einzusetzen.

Der UNESCO-Weltbericht "Bildung für Alle" (Education for All, EFA) aus dem Jahr 2008 bestätigt, dass sich in einigen Bildungsbereichen, insbesondere beim zentralen Ziel der "Grundschulbildung für alle Kinder" beachtliche Fortschritte beobachten lassen. Auch die Zahl der weltweit eingeschulten Mädchen, so der Bericht, sei gestiegen, das internationale Engagement für Bildung nehme zu. Doch bis 2015, dem Zieljahr der internationalen EFA-Initiative, bleibt noch viel zu tun. Im "Education for All Development Index" (EDI) lassen sich die Erfolge und die Aufgaben der internationalen Zusammenarbeit für die weltweite Bildung ablesen. Bildung für alle wird demnach in fast allen Staaten in Europa und Nordamerika erreicht, aber nur in acht (von 26 überprüften) Ländern in Lateinamerika und der Karibik und nur von einem Land in Subsahara-Afrika. 25 der 129 überprüften Länder sind von ihren Zielen noch weit entfernt – auch wenn einige in den letzten Jahren deutlich aufgeholt haben.

Beachtliche Fortschritte sind im Bildungsbereich also zu erzielen, wenn die internationale Gemeinschaft mit vereinten Kräften handelt. Inwent leistet durch ihre Programme im schulischen und außerschulischen Bereich einen Beitrag, dem Ziel "Bildung für alle" so nahe zu kommen wie möglich. Wir unterstützen unsere Partner bei Strukturreformen, die die Bildungsqualität und das Sektormanagement in ihren Ländern nachhaltig verbessern. Dies gilt besonders für die Unterrichtsqualität, Budgetmanagement, HIV/Aids und Friedenspädagogik. Um die Unterrichtsqualität breitenwirksam zu verbessern, schulen wir Lehreraus- und fortbilder darin, innovative (Unterrichts-) Methoden anzuwenden. Inwent fördert das kooperative Miteinander und eine Kultur des Friedens. Dozenten der Lehrerausbildung und Fachkräfte von Nichtregierungsorganisationen erarbeiten in unseren Programmen Strategien zur Konfliktbearbeitung. Respekt und Anerkennung von Unterschieden sind die Grundlagen für Unterrichtsqualität und das konstruktive Miteinander in der Gesellschaft. Das kann in der Schule eingeübt werden.

Die fundierte Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern ist auch im Kampf gegen HIV/Aids entscheidend. Lehrer können aufklären und das Verhalten ihrer Schüler beeinflussen, sie können die Schule als geschützten Raum gestalten und darüber hinaus an der Betreuung von Aids-Waisen mitwirken. Unsere Dialog- und Blended-Learning-Programme zum Thema Bildung und HIV/Aids bieten zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit, sich auf diese Aufgaben vorzubereiten.

Mehr Bildung in Entwicklungs- und Transformationsländern kostet Geld. Die Fast-Track-Initiative der internationalen Gemeinschaft (Education for All - Fast-Track Initiative, FTI) zielt darauf ab, zusätzliche Mittel für die nationalen Bildungshaushalte zur Verfügung zu stellen. Der Erfolg dieses neuen Vorgehens hängt davon ab, ob es den Erziehungsministerien der beteiligten Länder gelingt, realistische Haushaltspläne zu erstellen und zu steuern. Inwent hat mit dem International Institute for Educational Planning (UNESCO-IIEP), der Association for the Development of Education in Africa (ADEA) und der University of the Witwatersrand in Südafrika Programme entwickelt. Sie sollen die Mitarbeiter der Bildungs- und Finanzministerien in den Ländern in die Lage versetzen, zuverlässige Kostenpläne für den Bildungsbereich aufzustellen und eine sachgerechte Planung und Koordination ihres Sektors von der zentralen bis zur lokalen Ebene zu gewährleisten. Ein Beispiel dafür ist das Programm "Management von Bildungshaushalten in SADC-Ländern", in dem international erprobte Verfahren zum Haushalts-Management an Mitarbeiter von Erziehungs- und Finanzministerien in den Ländern der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (Southern African Development Community, SADC) vermittelt werden.


Inwent Fachportale und Programmwebseiten:


Themenportale und Suche

Erweiterte Suche