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Afrika, E-Learning, Gesundheit

Gesundheit

Teilnehmer/innen an einer Tagung zum Gesundheitswesen in Tansania. Copyright Inwent gGmbH

Krankheit und Armut korrelieren weltweit miteinander. Fehlende Einkommenschancen, ungesunde Lebensverhältnisse, kaum Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen, mangelnde Bildung, schlechte Ernährung und Hunger wirken sich verheerend auf die Gesundheit von Menschen aus. In den Entwicklungsländern ist die Säuglings-, Kinder- und Müttersterblichkeit um ein Vielfaches höher als in Industrieländern. Alleine 500.000 Frauen sterben jährlich in der Schwangerschaft, bei der Geburt oder im Wochenbett, weil sie nicht ausreichend medizinisch versorgt werden. Auch Kinder, vor allem Kleinkinder, sind besonders betroffen: Atemwegsinfektionen, Durchfälle, Wurmerkrankungen oder Malaria fordern Millionen von Toten, jedes Jahr.

Dafür verantwortlich sind unter anderem fehlende personelle Ressourcen. So sind in Deutschland mehr als 350 Ärzte für die Gesundheit von 100.000 Menschen zuständig, in Mosambik dagegen nur drei. Machtlosigkeit vieler Teile der Bevölkerung, Unterdrückung von Minderheiten und fehlende Gleichberechtigung der Geschlechter verstärken dieses Problem noch weiter. Ebenso sind Finanzierungsprobleme ein entscheidender Grund für die schlechte Gesundheitsversorgung in vielen Entwicklungs- und Transformationsländern. Gerade in Entwicklungsländern reichen die Mittel der öffentlichen Haushalte nicht aus, um eine angemessene Gesundheitsversorgung – besonders für arme Bevölkerungsgruppen – zu gewährleisten. Die Patienten müssen in den meisten Ländern hohe Zuzahlungen für ihre Behandlung entrichten. Krankheit wird so zu einem der größten Risiken für Armut. Der Auf- und Ausbau sozialer Sicherungssysteme ist folglich integraler Bestandteil von Strategien zur Armutsbekämpfung.

Die Gesundheitssituation ist nicht nur eine humanitäre Tragödie. Krankheit belastet auch die Volkswirtschaften der betroffenen Länder enorm. Die Kommission für Volkswirtschaft und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation, WHO) hat in einem Bericht nahe gelegt, dass Investitionen in die Gesundheitssysteme von Entwicklungs- und Transformationsländern enorme wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen und somit für die nachhaltige Entwicklung dieser Länder unerlässlich sind. Aus all diesen Gründen ist Gesundheit eines der Schwerpunktthemen der deutschen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit.

Inwent unterstützt ihre Partnerländer dabei durch gezieltes Capacity Building. In Dialogveranstaltungen informieren und beraten wir über die Grundprinzipien der verschiedenen Gesundheitsfinanzierungssysteme; in Seminaren und Trainingskursen für politische Entscheidungsträger und für Führungspersonal öffentlicher oder privater Versicherungsträger vermitteln wir fachliches Know-how und Schlüsselkompetenzen, die für den Aufbau und die institutionelle Absicherung tragfähiger Finanzierungssysteme unerlässlich sind. Beispielhaft dafür steht der Inwent-Kurs "International Approaches to Health Financing and Health Insurance", in dem die Teilnehmer/innen die grundlegenden Prinzipien der Gesundheitsfinanzierung diskutieren, Fallbeispiele aus unterschiedlichen Ländern analysieren und unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten nachhaltige Strategien für die Gesundheitsversorgung ihrer Länder entwickeln.

Darüber hinaus arbeitet Inwent daran, fachliche und Managementkompetenzen im Gesundheitssektor seiner Partnerländer weiter auszubauen. Dafür bieten wir Trainingsprogramme für Fach- und Führungskräfte im Gesundheitssektor zu Einzelaspekten im Gesundheitsmanagement an. Die Trainings stärken die Gesundheitssysteme insgesamt. Auf institutioneller Ebene unterstützen wir Fortbildungseinrichtungen im Gesundheitswesen mit Programmen zum Curriculumdesign und zur Einführung moderner Unterrichtsmethoden und -materialien, wie insbesondere E-Learning.



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