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HIV/Aids

Teilnehmerin des Inwent-Programms HIV/Aids Blended Learning in China. Copyright Inwent gGmbH/Wei Xiuqi

Die Zahlen sind erschreckend: Weltweit sind nach Angaben des Gemeinsamen Programms der Vereinten Nationen gegen Aids (Joint United Nations Programme on HIV and AIDS, UNAIDS) mehr als 30 Millionen Menschen HIV-positiv, jedes Jahr sterben rund zwei Millionen Menschen an Aids. Mehr als 11 Millionen Kinder weltweit haben einen oder beide Elternteile durch die Krankheit verloren, in den am meisten betroffenen Ländern in Sub-Sahara-Afrika ist bis zu einem Viertel der Bevölkerung infiziert. Dort hat die Pandemie eine Dimension erreicht, die die gesamte soziale und wirtschaftliche Entwicklung dieser Länder bedroht – denn die Mehrheit der Infizierten gehört zu der sogenannten produktiven Altersgruppe der 15- bis 49-Jährigen. Fallen sie der Krankheit zum Opfer, stürzen ihre Familien in Armut. Ihre Kinder übernehmen die Aufgabe, für die überlebenden Familienmitglieder zu sorgen und arbeiten statt in die Schule zu gehen. Bildung und Wissen aber sind grundlegende Entwicklungsfaktoren. Auch in Asien und in den östlichen Nachbarländern der Europäischen Union (EU) sowie in der Union selbst steigt die Zahl der Neuinfektionen. Rund 150.000 Menschen, schätzt UNAIDS, haben sich in Osteuropa und Zentralasien 2007 neu angesteckt. Mit jetzt 1,6 Millionen infizierten Menschen in dieser Region entspricht dies einem Anstieg von Neuinfektionen um 150 Prozent seit 2001.

Aids ist eines der zentralen Entwicklungshemmnisse – nicht zuletzt deshalb ist der Kampf gegen die weltweite Ausbreitung der Krankheit eines der wichtigsten Vorhaben der internationalen Gemeinschaft. Viele Faktoren begünstigen die Ausbreitung von HIV und Aids. Armut, Ungleichheit der Geschlechter, unzureichende Gesundheitssysteme, niedriger Bildungsstand der Bevölkerung, Migration und Flucht und bewaffnete Konflikte tragen dazu bei, dass sich Aids immer noch und immer weiter ausbreitet. Nicht zuletzt deshalb ist Aids ein Querschnittsthema für Inwent, dem eine Reihe von Programmen in den unterschiedlichen Bereichen gewidmet ist. In unseren Capacity Building-Programmen in Bildung, Wirtschaft, Statistik und Gesundheit werden die Aspekte Prävention, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen, HIV-Datensysteme, Behandlung und Fürsorge für die Betroffenen behandelt. Der regionale Schwerpunkt der Programme liegt im südlichen und östlichen Afrika. Zunehmend richten wir uns auch an unsere Partnerländer in Asien.

Inwent bietet Weiterbildungsmaßnahmen für Verwaltungs- und Lehrpersonal in der Lehrerausbildung und -fortbildung an (Multiplikatorentraining) und schult kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die Arbeitsplatzprogramme einführen wollen. Inwent trägt mit Capacity Building dazu bei, dass statistische Informationen für HIV/Aids-Programme genutzt werden und führt Trainings- und Managementkurse für Personal im Gesundheitswesen durch. Darüber hinaus unterstützen wir zivilgesellschaftliche Initiativen wie Nichtregierungsorganisationen und Selbsthilfegruppen.

Ein wichtiges Instrument im Kampf gegen HIV und Aids sind bei Inwent die Online-Kurse zum Thema, die gemeinsam mit Organisationen vor Ort – in Afrika oder Asien – entwickelt wurden. Die Online-Kurse informieren das medizinische Fachpersonal über die Krankheit sowie über Methoden und Möglichkeiten zur Prävention und Behandlung. Der Online-Kurs in China beispielsweise, den Inwent mit der China Preventive Medicine Association (CPMA) durchführt, ist der erste chinesischsprachige Online-Kurs zur Prävention und Behandlung. Dort werden auch Dialogveranstaltungen für chinesische Entscheidungsträger, Justiz- und Verwaltungskräfte, Mitarbeiterinnen von Frauenverbänden, Sozialarbeiter und Einzelpersonen durchgeführt, um die Voraussetzungen für die Prävention und Kontrolle von HIV und Aids zu schaffen.


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Mirlan Abdykalykov, kirgisischer Filmstar. Copyright Inwent gGmbH

HIV/Aids-Prävention auf Mausklick
Das Inwent-Programm 'HIV/AIDS Prävention in Kirgistan' setzt moderne Methoden wie Edutainment und E-Learning für die HIV/AIDS-Prävention ein.
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