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Umwelt- und Ressourcenschutz

Wissen über Magrovenbepflanzung ist Teil des Inwent-Programms integriertes Küstenzonenmanagement in Banda Aceh. Copyright Inwent gGmbH

Überall auf der Welt werden die natürlichen Ressourcen knapp. Immer mehr Menschen müssen sich immer weniger teilen. Besonders eng bestellt ist es ums Süßwasser, aber auch um Rohstoffe wie Kohle, Erdgas, Erdöl und um wichtige Mineralien für die industrielle Produktion. Die fortschreitende Umweltzerstörung, häufig durch Bergbau und Erdölförderung, aber auch durch nicht umweltbewusste Landwirtschaft, verschärft das Problem noch. Darüber hinaus ist die Vielfalt des Lebens auf der Erde stark gefährdet. Immer mehr Pflanzen- und Tierarten sterben aus, unwiederbringlich. Biodiversität aber ist eine Grundvoraussetzung für die Stabilität der Ökosysteme – und damit letztendlich für das Überleben der Menschheit. Ihr Wohlergehen hängt von den Ökosystemen in ihrer Vielfalt ab, die es zu schützen gilt. Das kann keine Nation der Welt alleine bewerkstelligen. Schon in der Agenda 21, die 179 Staaten auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 beschlossen, hieß es, dass nur eine gemeinsame Anstrengung die "Deckung der Grundbedürfnisse, die Verbesserung des Lebensstandards aller Menschen, einen größeren Schutz und eine bessere Bewirtschaftung der Ökosysteme und eine gesicherte, gedeihlichere Zukunft" gewährleisten könne. Dazu bedürfe es einer globalen Partnerschaft, die auf nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist. Denn beim Umwelt- und Ressourcenschutz zeigt sich, dass der Aktionsradius und die Wirkung einer nationalen und regionalen Umweltpolitik begrenzt sind.

Um die Umweltzerstörung aufzuhalten und einen nachhaltigen Ressourcenschutz aufzubauen, bedarf es auf regionaler, nationaler wie auch auf internationaler Ebene starker Institutionen, die im Sinne guter Regierungsführung politisch agieren wollen und können. Die deutsche Entwicklungspolitik setzt sich dafür ein, die Lebens- und Umweltbedingungen in ihren Partnerländern zu verbessern. Inwent trägt zu dieser Aufgabe bei und vermittelt das relevante Wissen an Vertreter von Organisationen und Institutionen. Unsere Fortbildungsprogramme richten sich insbesondere an politische Entscheidungsträger, Umweltjuristen und Manager aus Unternehmen. Das Programm "Umweltmanagement in arabischen Ländern" beispielsweise zielt darauf, entsprechende Systeme in diesen Ländern einzuführen. Gerade in den Großstädten ist die industrielle Umweltbelastung ein gravierendes Problem. Inwent schult Führungskräfte von Behörden und Unternehmen sowie weitere Multiplikatoren und befähigt sie durch praxisorientiertes Training und Beratung, geeignete betriebliche Instrumente der modernen Umweltpolitik anzuwenden.

Auch in Indien steht der nachhaltige Umweltschutz ganz oben auf der Agenda der Inwent-Programme. Sowohl das rasante Wirtschafts- als auch das Bevölkerungswachstum verlangen der Umwelt einiges ab. Um die Umweltsituation langfristig zu verbessern, bietet Inwent mit dem Programm "Umweltplanung und Energieeffizienz in Indien" Maßnahmen aus Personal- und Organisationsentwicklung auf nationaler und bundesstaatlicher Ebene an. Wir arbeiten mit dem indischen Umweltministerium und dem "Bureau of Energy Efficiency" (BEE) in Delhi zusammen und qualifizieren Fach- und Führungskräfte aus indischen Umweltämtern und Energiebehörden, kooperierenden Institutionen, Organisationen und der Privatwirtschaft.


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