Schriftgröße

Eine Schriftgröße niedriger
Schriftgröße 9
Schriftgröße 10
Schriftgröße 11
Schriftgröße 12
Schriftgröße 13
Eine Schriftgröße höher
 

Sie befinden sich hier: Startseite / Internationale Zusammenarbeit / Umwelt und Ernährung / Wasser, Abwasser und Abfall

Naher Osten, Wasser

Wasser, Abwasser und Abfall

Eine Frau trägt Wassereimer. Copyright Inwent gGmbH/Marc Shoul

Wasser ist eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen, es ist ein ökonomisches Gut – und ein politischer Faktor. Denn Süßwasser wird immer knapper. Zwei Drittel der Trinkwasserquellen sind ernsthaft belastet, vier von fünf Krankheiten in Entwicklungsländern gehen auf verschmutztes Trinkwasser zurück. Schon jetzt haben mehr als eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, die Tendenz ist steigend. In der Zukunft wird es darüber immer häufiger zu Auseinandersetzungen und Konflikten kommen. Doch selbst dort, wo sauberes Wasser ankommt, fehlt es häufig an der Nachsorge. Ungeklärtes Wasser darf nicht in die natürlichen Wassersysteme eingeleitet werden. Doch genau das geschieht: In den meisten Entwicklungsländern wird der Großteil aller Abwässer aus Industrie, Haushalt und Landwirtschaft ungeklärt in Seen und Flüsse entsorgt. Dazu kommt noch, dass der Grundwasserspiegel fast überall auf der Welt absinkt. Die Menschheit verbraucht mehr Wasser aus den unterirdischen Speichern, als durch Niederschläge wieder aufgefüllt werden kann. Zunehmende Umweltverschmutzung und die teils hohe Belastung der Böden verschärfen das Problem. Es gilt also, weltweit einen sparsamen und nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser durchzusetzen und an den entsprechenden Stellen effiziente Umwelt- und Wassermanagementsysteme zu entwicklen, um den Wasserbedarf auch für zukünftige Generationen sicherzustellen.

Inwent hat eine Reihe von Programmen entwickelt, in denen Kenntnisse und Kompetenzen zur Wasserpolitik, zum integrierten Wasserressourcenmanagement, zur Siedlungswasserwirtschaft und zur ländlichen Wassernutzung interdisziplinär vermittelt werden. Unsere Programme stärken sowohl die individuellen Handlungskompetenzen der Teilnehmer/innen als auch ganze Partnernetzwerke vor Ort. Darüber hinaus bietet Inwent Dialogveranstaltungen an, während der sich ein internationales Fachpublikum austauscht.

Mit der "Reform des Wassersektors in der Region Mittelmeer/Naher Osten (MENA-Region)" beschäftigt sich seit 2005 ein auf vier Jahre angelegtes Projekt. In dieser Zeit wird ein integriertes Wasserressourcenmanagement in der Region aufgebaut und angepasste Technologien der Trinkwasserver- und -entsorgung entwickelt. Darüber hinaus müssen die institutionellen, rechtlichen und ordnungspolitischen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Reformen in der MENA-Region voranzutreiben. Inwent vermittelt die entsprechenden Fach- und Methodenkompetenzen und fördert die regionale Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg.

In der Nachbarregion Syrien fehlen die Möglichkeiten, um Wasser, Abwasser und Böden zu analysieren und so den Grad und die Art der Verschmutzung zu bestimmen. Ohne diese Analysen können keine Aussagen darüber gemacht werden, ob die Nutzung des Wassers Gesundheit gefährdend ist oder nicht. Das Inwent-Programm "Dezentrales Abwassermanagement in Syrien" trägt dazu bei, relevantes Wissen zum Umweltmanagement und zum Abwassermanagement auf betrieblicher Ebene in Syrien zu verankern. Darüber hinaus soll es die Teilnehmer dafür gewinnen, hohe Qualitätsstandards in ihren Unternehmen einzuführen und so einen effizienten Umgang mit der Ressource Wasser sicherzustellen.

Auf die Erfahrungen des MENA-Projektes aufbauen kann unser Programm "Wave – Verbesserung der Kapazitäten ausgewählter Akteure im Wassersektor in Kenia, Uganda, Tansania und Sambia". Darin vermittelt Inwent den Fach- und Führungskräften der regionalen Organisationen das nötige Know-how, langfristige, integrierte und länderübergreifende Lösungen für die Wasserver- und -entsorgung in Sub-Sahara-Afrika zu erarbeiten.

In Bolivien, Peru und Nicaragua setzt sich der Trend zur Verstädterung weiter fort. Durch diese Entwicklung steigt der Bedarf an städtischen Infrastrukturleistungen, insbesondere bei der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung. Das Programm "Management der kommunalen Wasserversorgung in Lateinamerika" unterstützt lokale Wasserversorgungsunternehmen dabei, die notwendigen Maßnahmen zu identifizieren und umzusetzen.


Themenportale und Suche

Erweiterte Suche

Kontakt

Angelika Friedrich

Fon + 49 8157 938-120

Zum Kontaktformular