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Handelspolitik

Containerterminal in Daressalaam

Die Globalisierung führt dazu, dass der internationale Handel in immer stärkerem Maße Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg von Entwicklungs- und Transformationsländern nimmt. Wollen sie von internationalen Handelsbeziehungen profitieren, müssen sie dem stärker werdenden internationalen Wettbewerb gewachsen sein. Dazu benötigen sie umfassende Kenntnisse der international vereinbarten Regelwerke und Standards und müssen in der Lage sein, diese im regionalen sowie im globalen Rahmen in ihrem Sinne mitzugestalten (beispielsweise durch ihre Mitgliedschaft in regionalen Integrationsgemeinschaften sowie der Welthandelsorganisation WTO). Noch aber sind viele Entwicklungs- und Transformationsländer vom wachsenden Welthandel ausgeschlossen. Damit sie nicht zu Verlierern der Globalisierung werden, müssen ihre Außenwirtschaftssysteme entsprechend ausgebaut und gefördert werden. Damit alle Beteiligten auf den internationalen Märkten mit gleichen Chancen, Rechten und Pflichten ausgestattet sind, ist es erforderlich, Handelsregeln international zu vereinbaren und national umzusetzen. Die Akteure aus Entwicklungs- und Transformationsländern müssen demnach in der Lage sein, die Interessen ihrer Länder auf internationaler Bühne schon bei Vertragsverhandlungen zu vertreten. Bei der Gestaltung internationaler Handelsbeziehungen ist es zudem wichtig, soziale und ökologische Aspekte zu berücksichtigen. Inwent vermittelt Fach- und Führungskräften aus Regierungsinstitutionen und dem Privatsektor das nötige Know-how über diese Regelwerke sowie über die Mechanismen internationaler Handelspolitik und fördert damit ihre Kompetenzen zur Einflussnahme. Inwent setzt sich darüber hinaus dafür ein, dass sich ihre Partnerländer faire Handelschancen erarbeiten und darauf aufbauend stabile wirtschaftliche Wachstumsprozesse gestalten können.

Mit dem International Leadership Training "Globaler Handel - neue Herausforderungen für Zollpolitik und Zollverwaltung" richtet sich Inwent an Zollmitarbeiter der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (South African Development Community, SADC) und der Ostafrikanischen Gemeinschaft (East African Community, EAC). Inwent qualifiziert die Zoll-Mitarbeiter, ihre Aufgaben effektiver zu erfüllen, und bereitet sie auf die modernen Anforderungen im globalen und regionalen Handelsgeschehen vor. Inwent arbeitet in diesem Programm eng mit der Universität Münster zusammen, die den Teilnehmern nach erfolgreichem Examen den Titel "Master of Customs Administration" verleiht.

Entwicklungsländer werden von fairen Handelsbedingungen letztendlich nur dann profitieren, wenn ihre Unternehmen und Produkte auf dem Weltmarkt bestehen können. Ein besonderes Augenmerk unserer Arbeit gilt dabei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in den Partnerländern der deutschen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit. Ihre Zukunft ist für die Volkswirtschaften von zentraler Bedeutung. Weltweit werden die meisten Arbeitsplätze von kleinen oder mittleren Unternehmen bereitgestellt. Daher gilt es diese Unternehmen wettbewerbsfähig zu machen und ihre Fähigkeit Handel zu treiben zu fördern, um auf dem internationalen Markt bestehen können. Dazu müssen sie langfristig ihre Produktivität und Innovationskraft steigern. Inwent unterstützt die Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen mit einer Reihe von Capacity Building-Programmen. Wir bieten Trainings zu Technologieförderung, Qualitätssteigerung und internationalem Marketing an und richten uns damit an jene Fach- und Führungskräfte, die daran arbeiten, den Export ihrer Länder auszubauen. Damit trägt Inwent auch zum Aufbau internationaler Wirtschaftskooperationen zwischen Industrie-, Transformations- und Entwicklungsländern bei.

Internationale Kontakte spielen für die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sowohl in Industrie-, als auch in Entwicklungs- und Transformationsländern eine wichtige Rolle, denn aus diesen Kontakten entstehen weltweite Wirtschaftsbeziehungen. Um eine aktive und erfolgreiche Rolle in globalen Kooperationen wahrnehmen zu können, sind alle Akteure auf international qualifiziertes Personal angewiesen, das auch grenzüberschreitend mobil und weltweit handlungsfähig ist. Neben fachlichem Know-how und Kenntnissen über ausländische Märkte sind internationale Handlungs- und Managementkompetenzen zentrale Anforderungen an diese Mitarbeiter/innen. Inwent fördert grenzüberschreitende Lerngemeinschaften für Mitarbeiter von Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und Verwaltungen. Wir fördern gegenseitiges gesellschaftliches und kulturelles Verständnis und die außenwirtschaftlichen Beziehungen auf Unternehmens- und Verbandsebene, wir stärken die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Deutschland und in den Partnerländern und fördern auch die persönlichen Berufschancen der Teilnehmer unserer Programme.


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